Cold Brew Coffee ist kein Eiskaffee und schon gar kein kalter Kaffee. Was es über das Trendgetränk zum Sommer 2019 zu wissen gibt, findet ihr hier.

Die ersten heißen Tage liegen hinter uns, an denen das Thermometer auch in Deutschland schon um die 30 Grad angezeigt hat. Aber eigentlich hat der Sommer noch gar nicht begonnen. Bei diesen hohen Temperaturen dürfte bei den meisten die Lust auf eine schöne heiße Tasse nicht sonderlich groß sein. Bisher griff man dann meist zu einem Eiskaffee …

In den USA bieten Baristas Cold Brew Coffee bereits seit gut zehn Jahren an, vor drei Jahren sprang sogar die Kaffeekette Starbucks auf den Trend auf. Hierzulande hat diese Kaffeevariante allerdings noch nicht den Durchbruch geschafft, es sind meist experimentierfreudige Kaffeeliebhaber bis echte Kaffeefreaks, die sich dieses besondere Geschmackserlebnis gönnen.

Diesen Sommer allerdings scheinen die Zeichen gut dafür zu stehen, dass es der Cold Brew Coffee zu dem Trendgetränk an den heißen Tagen von 2019 schafft.

Was ist Cold Brew Coffee?

Bei Cold Brew Coffee ist der Name Programm, der Kaffee wird hier kalt aufgebrüht. „Aufgebrüht“ im ursprünglichen Sinn des Wortes, kann ein Kaffee mit kaltem Wasser natürlich nicht werden, die Bezeichnung hat sich aber dafür eingebürgert. Dieses kalte Aufbrühen ist auch der entscheidende Unterschied zu einem Eiskaffee, dessen Kaffee zuvor heiß aufgebrüht wurde und dann abkühlen musste.

Die Cold Brew-Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Im Vergleich zum heißgebrühten Kaffee hat der Cold Brew Coffee bis zu 70% weniger Säuregehalt und Bitterstoffe. Gerade wer Kaffee meidet, weil er ihm zu bitter schmeckt, sollte es also am besten einmal mit dieser Variante versuchen. Der Nachteil liegt allerdings darin, dass er sozusagen etwas langfristiger planen muss. Ein kalt gebrühter Kaffee benötigt statt wenigen Minuten, einige Stunden.

Marese Cafe La Brasiliana
1000 g für 16,30 € (inkl. USt, zgl. Versand)

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Welchen Kaffee benutze ich am besten für Cold Brew Coffee?

Prinzipiell eignet sich jeder Kaffee für diese Zubereitungsmethode, Du kannst also problemlos deine Lieblingskaffeesorte dazu verwenden. Wir würden allerdings einen Kaffee empfehlen, der sich dadurch auszeichnet, besonders fruchtig und gehaltvoll zu sein. Wie zum Beispiel unser Marese La Brasiliana Kaffee.

Wie bereite ich Cold Brew Coffee zu?

Aufgrund der durch das Zubereitungsverfahren drastisch gesenkten Säure- und Bitterstoffbetandteile verbietet sich der Einsatz von Milch und Zucker fast. Dennoch gibt es auch für den Cold Brew Coffee zahlreiche Rezeptvarianten.

Wir haben Dir an dieser Stelle das einfache Grundrezept für Cold Brew Coffee zusammengestellt:

Im ersten Schritt müssen natürlich erst einmal die Kaffeebohnen gemahlen werden. Anders als in den meisten Fällen sollte der Mahlgrad hier relativ grob eingestellt sein, hat der gemahlene Kaffee später ungefähr die Größe von Salzkristallen, oder ist etwas kleiner, ist er genau richtig.

Für 1 Liter Cold Brew Coffee benötigst du rund 200 g Kaffee.

Wer eine French Press besitzt, befüllt sie im nächsten Schritt mit dem Kaffeepulver und gießt langsam 1 Liter Wasser dazu. Im Prinzip kann man aber hier jedes Gefäß verwenden, die einzige Bedingung lautet, es muss im Anschluss an das Befüllen luftdicht verschließbar sein. Sobald das geschehen ist, sollte man Kaffee und Wasser mindesten zehn Stunden lang miteinander arbeiten lassen. Dabei ist es nicht nötig das Gefäß im Kühlschrank zu lagern, im Gegenteil, viele Kaffeeliebhaber weisen sogar daraufhin, dass der Geschmack beim kalten brühen bei Raumtemperatur wesentlich besser ist.

Keine Cola, sondern ein Cold Brew Coffee mit Eis

Nach Ablauf von mindestens zehn Stunden, muss der Kaffee noch gefiltert werden. Wer alles schon in der French Press vorbereitet hat, muss diese nur noch nach untern Drücken. Alternativ eignen sich natürlich auch herkömmliche Siebe dazu Wasser und Kaffeepulver zu trennen. Weil sich bei dem Verfahren aber auch kleiner Kaffeepartikel bilden, kann es bei der Verwendung einer French Press allerdings ebenfalls nötig sein, noch einmal mit einem feinen Sieb zu arbeiten.

Sind alle Reste des Kaffeepulvers herausgefiltert, ist der Cold Brew Coffee fertig. Er kann pur getrunken werden, aber auch als eine Art Konzentrat dienen, das mit etwas Wasser oder Eiswürfel gestreckt werden kann. Oder eben als Grundlage für eines der zahlreichen Cold Brew Rezepte dienen.

Übrigens, besondere Eile ihn aufzubrauchen besteht nicht. Im Kühlschrank hält sich Cold Brew gut eine Woche.


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