Der Thermoblock ist ein alternativer Weg für den Heißwasserbezug zur Espressozubereitung. Gegenüber klassischen Geräten mit Kesseln hat die Technologie jedoch nicht nur Vorteile.

Maschinen mit einem Thermoblock verfügen im Gegensatz zu Espressomaschinen mit einem Ein- bzw. Zwei-Boiler-System eben über keinen Kessel, sondern nach Bedarf heizen. Dennoch wird das Wasser bei Nutzung dieser Technologie schneller heiß.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Thermoblockmaschine?

Zu Bedenken ist allerdings, dass der Thermoblock selbst sehr heiß wird. Heißer, als das Brühwasser für den Espresso mit seinen 92 bis 96 Grad. So lange der Durchfluss des Wassers wie geplant geschieht, stellt das kein weiteres Problem dar.

Läuft das Wasser aber zu schnell durch, kann der Thermoblock unter die gewünschte Temperatur fallen. Das Wasser kühlt ihn herunter, und wird so schnell durch die Leitungen befördert, dass der Thermoblock nicht mehr schnell genug aufheizen kann. Läuft das Wasser zu langsam durch, tritt der umgekehrte Fall ein. Das Wasser ist zu lange mit dem Heizelement in Kontakt und wird dementsprechend zu heiß für die Espressozubereitung.

Beide Fälle wirken sich auf den Geschmack des Espresso aus. Bei zu kaltem Wasser schmeckt der Espresso ob ein wenig lasch. Er kann aber auch einen sauren Beigeschmack entwickeln, weil das kalte Wasser aus dem Kaffeepulver kaum Aromen aufnehmen kann, das jedoch nicht für die Säuren gilt. Was für die Säure bei zu kaltem Wasser gilt, gilt für die Bitterstoffe, wenn die Brühtemperatur zu heiß ist. Statt lasch, schmeckt der Espresso dann zu bitter.

Entkalkung von Thermoblock-Siebträgern besonders einfach

Thermoblock für die Jura Impressa S / X

Manch Espressogenießer bemängelt bei einer Thermoblockmaschine auch die Qualität des Milchschaums. Er sei oft zu feucht und der Druck zu schwach, was das Aufschäumen großer Mengen langwierig mache. Bei qualitativ hochwertige Maschinen sollten Probleme mit der Dampflanze allerdings kaum auftreten. Ein echter Nachteil ist das nur noch bei Siebträgern früherer Generationen

Wenn es um das Thema Entkalken geht, zeigen Thermoblockmaschinen wieder ihre Vorteile. Bei dieser Technologie wird das Wasser nachdem der Espresso fertig ist, sofort wieder in der Spirale abgelassen – der Thermoblock wird also vollständig entleert. Das Wasser hat also praktisch weder Zeit Kalk an den Wandungen der Schnecke abzulagern, noch landet es in einem Kessel um dort Kalkablagerungen zu hinterlassen.

Natürlich müssen auch ein Siebträger mit Thermoblock regelmäßig entkalkt werden, aber weit weniger häufig, als das bei Einkreis-System oder Dual-Boilern der Fall ist. Es kann schon reichen die Thermoblockmaschine 2 x im Jahr zu entkalken.

Welche weiteren Faktoren spielen eine Rolle?

Was allerdings auch noch von anderen Fragestellungen abhängig ist. Hat das Leitungswasser selbst einen hohen Kalkgehalt, sollte man es vielleicht darüber nachdenken ein Filtersystem zwischenzuschalten. Dadurch erspart man sich nicht nur das häufigere Entkalken der Maschine, sondern erhält auch einen besseren Espresso. Wer noch mehr Kontrolle über Geschmack und Kalkgehalt des Wassers haben möchte, kann auch gleich zum Mineralwasser greifen. Aber Achtung, Kalk und andere Mineralien mögen einen schlechten Ruf haben, ganz auf sie verzichten sollte man im Sinne eines guten Espresso jedoch nicht. Trotz allem ist Kalk etwa auch ein Geschmacksträger.

Tipp: Die meisten Hersteller haben jeweils auf ihre Maschinen abgestimmte Entkalkungsmittel.

Übrigens: Auch bei eine Thermoblock-Maschine erhöht die häufige Nutzung der Dampflanze die Notwendigkeit zu entkalken. Lässt beim Aufschäumen etwa der Druck spürbar nach, kann diese ein Hinweis auf eine Verkalkung sein.


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