Auch Bayern hat seine eigene Kaffeespezialität, sie erinnert allerdings an eine bekannte norddeutsche Kaffeevariante.

Weißwürste, Leberkäse, Brezeln und natürlich Bier, so stellen sich die meisten wohl die bayerische kulinarische Welt vor. Schließlich ist das Bundesland für den Anbau von Hopfen bekannt, und weniger der Kultivierung des Kaffeestrauchs. Neben einem süffigen Bier darf es für Bajuwaren aber gerne auch mal ein Obstler sein. Gerade der Süden Bayerns ist für seine Vielfalt an Obstbränden bekannt, aber auch die Franken können mit dem ein oder anderen edlen Tropfen aufwarten.

Neben Sahne ist es ein Obstler, der eine normale Tasse Kaffee zu einem Bayerischen Kaffee werden lässt. Denn dieser ist gewissermaßen die süddeutsche Variante des Pharisäers – nur eben mit einem Obstbrand statt einem Schuss Rum.

Der Pharisäer wurde bekanntlich erfunden, um vor einem Pastor zu verheimlichen, dass man den Kaffee gerne mit einem Schuss Rum trank. Die Sahnehaube diente der Abschirmung des Alkoholgeruchs, heute ist sie vor allem eine süße Beigabe. Ob die bayerische Variante unter ähnlichen Umständen entstand, ist leider nicht überliefert.

Zutaten

  • 1 Café Americanao
  • 20 ml Obstler Ihrer Wahl
  • 1 Klecks geschlagene Sahne

So bereiten Sie einen Bayerischen Kaffee zu

Die Grundlage für einen Bayerischen Kaffee bildet eigentlich eine Tasse Filterkaffee. Wir empfehlen für die Zubereitung im Siebträger aber einen Café Americano als Ausgangsbasis zu nehmen. Lassen Sie also zunächst einen Leerlauf in der Menge eines Espresso in die Tasse. Im nächsten Schritt bereiten Sie in der gleichen Tasse den Espresso zu.

Jetzt fehlt nur noch der Obstler. Geben Sie einen Schuss des Obstbrandes Ihrer Wahl in den Americano und bedecken Sie den Kaffee dann mit der frisch geschlagenen Schlagsahne.