Der Barbagliata wird vor allem in Mailand gerne getrunken – egal ob heiß oder kalt serviert.

Die Vielfalt Italiens spiegelt sich auch beim Kaffee wider. Zwar ist der Espresso, (fast) überall schlicht nur un caffè genannt, der unangefochtene Liebling unter den Kaffeespezialitäten, aber Italien wäre nicht Italien, hätte nicht jede Region auch eigene Favoriten.

Im Norden Italiens, wo die großen Siebträgermanufakturen wie Rocket, Dalla Corte und Gaggia ihre Heimat haben, ist diese Vielfalt besonders ausgeprägt. Hier hat scheinbar nicht nur jede Region wie Venetien oder die Toskana eine bevorzugte Kaffeespezialität, sondern oft unterscheiden sich die Favoriten schon von Stadt zu Stadt.

In Mailand, der zweitgrößten Stadt Italiens und dem politischen, wie kulturellem Zentrum der Lombardei, geniest man recht gerne eine Tasse Barbagliata. Die Ursprünge dieser Kaffeespezialität lassen sich nicht mehr exakt zurückverfolgen. Das sie aber bereits im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden sein muss, gilt als sicher. Diese heiß wie kalt getrunkene Köstlichkeit ist vor allem für jene etwas, die es gerne ein wenig süßer mögen und nicht gerade Kalorien zählen müssen.

Das benötigen Sie für einen Barbagliata:

  • 200 ml Espresso
  • 200 ml Milch
  • 200 ml Wasser
  • 20 g Kakao
  • 20 g Zucker
  • Schlagsahne

So bereiten Sie einen Barbagliata zu:

Kochen Sie zunächst das Wasser in einem Topf und geben Sie dazu das Kakaopulver und den Zucker. In der Zwischenzeit bereiten Sie am besten den Espresso zu, für das Rezept benötigen Sie ungefähr 200ml. Geben Sie den Espresso und dann auch die Milch noch in den Topf und rühren alles gut um.

Jetzt muss die Barbagliata nur noch in die Tasse oder auch ein hohes Glas gefüllt werden. Als Abschluss kommt noch etwas Schlagsahne auf das Getränk.

Ein Barbagliata wird nicht immer sofort heiß genossen. Manche Mailänder bevorzugen die kalte Variante. Gerade der abgekühlte Espresso kann, je nach verwendeter Röstung, dem ganzen Getränke eine komplett andere Geschmacksnote mitgeben, als wenn er frisch aufgebrüht wäre. Unser Tipp: Am besten beides ausprobieren und dann selbst entscheiden.


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