Woher kommt unser Kaffee?
Zusammenfassung: Brasilien ist noch immer der größte Kaffee-Exporteur, dahinter hat allerdings Kolumbien Vietnam vom 2. Platz verdrängt. Insgesamt ist die Menge des in alle Welt exportierten Kaffees nach wie vor steigend. Dafür sorgen vor allem neue Konsumentenmärkte wie China.
Die Philippinen waren im 18. Jahrhundert einer der weltweit größten Kaffeeproduzenten, bis ein Pilz gegen Ende des Jahrhunderts dem quasi über Nacht ein Ende setzte. Der Inselstaat erholt sich heute noch immer davon, die Farmer vor Ort setzen vor allem auf Spezialitätenkaffee. Betrachtet man allerdings nur die Menge des exportierten Kaffees, spielt das Land keine große Rolle mehr.
Auch heute ist der Kaffeeanbau in einem steten Wandel und teils mit dramatischen Verlusten. So wurden in der Elfenbeinküste zwischen 2022 und 2024 fast 65% weniger Kaffee produzier, so der Tchibo Kaffeereport 2025.
Wenn es allein um den Export geht, liegt Brasilien noch immer als weltweit größter Kaffeeproduzent vorn, verlor allerdings laut Kaffeereport fast 11% an Gesamtexportvolumen bezogen auf das Jahr 2023, das die aktuellsten vorliegenden Zahlen zur Verfügung stellt.

Größter Verlierer ist allerdings Indonesien mit 26,4%, dennoch konnte sich der südostasiatische Inselstaat – vor allem für seinen Javakaffee bekannt – auch diesmal noch in den Top 5 halten. Interessant ist auch das Abschneiden Vietnams. Das Land baut vorwiegend Robusta an und dürfte nach wie vor der größte Exporteur von Robustabohnen sein. Das reichte lange auch bei Kaffee an sich für einen zweiten Platz hinter Brasilien, doch den mussten die Asiaten bei der exportierten Menge an Kolumbien abtreten. Das Land, dass den Hochlandkaffee als Begriff quasi erfunden hat, ist auch für die Deutschen ein wichtiger Kaffeeexporteur. Ebenso wie vielleicht bald auch Indien. Von dem Subkontinent stammt längst nicht nur Monsooned Malabar Kaffee, sondern das gesamte Kaffeespektrum von der Massenware bis zum Spezialitätenkaffee.
Hier die Top 10 in der tabellarischen Überischt
| Land | Export in Tonnen |
| Brasilien | 2116568 |
| Kolumbien | 1243388 |
| Vietnam | 581351 |
| Honduras | 368721 |
| Indonesien | 301988 |
| Äthiopien | 276335 |
| Guatemala | 235373 |
| Peru | 232177 |
| Uganda | 204548 |
| Indien | 182082 |
Kaffeeexporte steigen trotz Marktlage weiter an
Obwohl die Anbauflächen für Kaffee wegen des Klimawandels schon heute geringer werden, steigt die Menge des exportierten Kaffees weiter an.

Denn auch die Nachfrage wächst. Die seit einigen Monaten anhaltenden Preissteigerungen beim Kaffee für Konsumenten, erklären sich nicht allein aus Klimawandel oder Inflation. Ein maßgeblicher Preistreiber ist auch die Nachfrage von Kaffee aus Indien und vor allem China. Diese einst traditionellen Tee-Nationen haben schon länger ihren Kaffeedurst entdeckt. Und da sie weit weniger Bürokratie und sonstige Bestimmungen von den Kaffeefarmern einfordern, sind sie für diese auch weit attraktivere Kunden, als Länder der EU.
Daten: Tchibo Kaffeereport 2025 | Bilder teilweise mit KI generiert


