Begleiten Sie uns in dieser Ausgabe des Barista Guides ins ferne Afrika – oder besser gesagt, auf eine kleine Insel vor der Küste des Kontinents.

Auf den ersten Blick scheinen Helgoland und Sansibar nicht viel gemeinsam zu haben – außer vielleicht, dass es sich bei beiden um Inseln handelt, die vor der Küste ihres Mutterlandes liegen. Und nur wenige wissen, das Helgoland bis 1890 zu Großbritannien gehörte, und erst im Tausch gegen Sansibar, damals Teil der Kolonie Deutsch-Ostafrika, vor knapp 130 Jahren wieder an Deutschland fiel.

Zuerst eigenständig, gehört Sansibar heute zu Tansania, und steuert in der Bezeichnung des Landes die Buchstaben „san“ bei. Sansibar ist noch immer von seiner jahrhundertelangen arabischen Tradition geprägt. Die Sultane des Oman machten die Insel, eigentlich sind es zwei Inseln, die aber seit je her zusammengehören, zu einem Dreh- und Angelpunkt des Gewürzhandels. Lange Zeit war Sansibar aber leider auch ein zentraler Handelsplatz für Sklaven.

Der Sklavenhandel ist Gott sei dank schon seit langem verboten, und auch der Gewürzhandel ist nicht mehr so dominant wie einst. Gewürze prägen aber noch immer die Kultur der Insel, weshalb es auch nicht verwunderlich ist, dass sie bei einem klassischen Zanzibar Coffee Verwendung finden.

Zutaten für einen Zanzibar Coffee:

  • 4 EL frisch gemahlener Kaffee
  • 500 ml Wasser
  • 2 Kardamomsamen
  • ein halber TL gemahlener Kardamom
  • ein halber TL gemahlener Ingwer

So bereiten Sie einen Zanzibar Coffee zu:

Bringen Sie zunächst das Wasser zum Kochen, und geben Sie dann für zehn Minuten die Kardamomsamen hinzu. In der Zwischenzeit können Sie schon einmal den Kaffee frisch zermahlen. (Tipp: Verwenden Sie einen etwas gröberen Mahlgrad)

Den frisch gemahlenen Kaffee geben Sie dann ins Wasser und kochen in weitere fünf Minuten. Als letzten Schritt wird jetzt der bereits gemahlene Kardamom und das Ingwerpulver in den Kaffee gerührt. Danach können Sie den Zanzibar Coffee auch schon servieren.


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