Als besonders süße Espresso-Variante ist der Café Cubano heute vor allem in der Karibik und in Florida beliebt. Er schmeckt aber sicherlich auch hierzuland.

Es geht die Legende, dass es Sonny Crockett alias Don Johnson in der 1980er-Jahre-Serie „Miami Vice“ gewesen ist, der den Café Cubano international bekannt gemacht hat. Als die US-Serie ausgestrahlt wurde, gab es diese kubanische Espressovariante allerdings schon einige Zeit. Exil-Kubaner, die sich in Florida angesiedelt hatten, brachten diese Variante mit.

Kaffee wird in Kuba bereits seit dem 18. Jahrhundert angebaut. Noch heute spielt Kaffee für den Inselstaat neben Zuckerrohr und Tabak unter den Exportgütern eine wichtige Rolle. Und auch wenn kubanischer Kaffee international keine Spitzenposition einnimmt, haben doch viele an seinem rauchigen Geschmack Gefallen gefunden. Kein Wunder, wird er doch oft mit erdigen Tabaknoten veredelt.

Was ist ein Café Cubano?

Eigentlich gibt es nur zwei Merkmale, die charakteristisch für diese Variante des Espresso sind: er ist besonders stark und er enthält besonders viel Zucker. Es gibt allerdings kein wirklich festgeschriebenes Mengenverhältnis, und auch die Zubereitungsarten können sich unterscheiden. Manche schwören zum Beispiel darauf ihn aus der gleichen Menge Espresso und Mokka zuzubereiten.

Ist ein Café Cubano also einfach ein gezuckerter Espresso?

Der Café Cubano ist allerdings weit mehr als ein Espresso mit einer Extraportion Zucker. Der Zucker kommt weniger im Endprodukt selbst zur Geltung, als in der Espumita, dem gezuckerten Schaum des Cubano.

Wie bereitet man einen Café Cubano zu?

Es gibt unterschiedliche Zubereitungsmethoden, wir haben jedoch eine ausgewählt, für die Sie allein einen Siebträger benötigen. Außerdem sollten Sie zwei Espressotassen und Zucker bereitstellen. Die Kaffeebohnen müssen zwar nicht original kubanisch sein, wählen Sie aber auf jeden Fall eine dunkle, lange geröstete Sorte.

Die beiden Espressotassen benötigt man, um jeweils die Hälfte des Espressos aufzufangen. Wir raten zu diesem Vorgehen, schließlich würde man bei der Zubereitung von jeweils zwei halben Espresso zwei Ristretto zubereiten.

Füllen Sie im ersten Schritt zwei gehäufte Teelöffel Zucker in eine der beiden Espressotassen. Im Anschluss können Sie die Espressobohnen frisch mahlen und in den Siebträger füllen. Ein Espresso besteht aus 25 bis 30 ml, teilen Sie die Menge auf beide Tassen auf. Sobald die Tasse mit dem Zucker fertig ist, und der restliche Shot in die zweite Tasse läuft, sollten Sie anfangen durch Umrühren Espresso und Zucker zu vermischen. Durch dieses Umrühren entsteht die oben bereits erwähnte Espumita, dieser gezuckerte Schaum ist schwerflüssig, aber noch nicht breiig. Fertig ist er, wenn die Mischung eine sichtbar hellere Farbe angenommen hat, als der Espresso.

Zum Abschluss lassen Sie die Espumita in die zweite Espressotasse gleiten, am besten mit einem Espressolöffel.

Übrigens …

Es gibt Zubereitungsbeschreibungen für einen Café Cubano, in denen der Zucker gemeinsam mit dem Kaffeemehl in den Siebträger gefüllt wird. Tun Sie das bitte nicht.