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Kaufberater: Die richtige Kaffeemühle für meine Espressomaschinen

Kaffeetechnik Seubert Kaufberater für Espressomaschinen

Wenn Sie guten Espresso trinken möchten, benötigen Sie eine gute Espressomaschine und Kaffeebohnen von hoher Qualität. Außerdem benötigen Sie eine gute Kaffeemühle, welche die Bohnen zu Kaffeepulver verarbeitet, um dann, köstlich duftend, als Espresso, Cappuccino oder Kaffee in die Tasse zu fließen. Worauf ist also beim Kauf einer Kaffeemühle zu achten? Wo liegen die großen und kleinen Unterschiede bei den einzelnen Mühlentypen? Und wie ermitteln Sie den passenden Mahlgrad?
All diese Fragen beantworten wir im folgenden Kaffeemühlen Ratgeber.

Ratgeber Inhalt:





Wer hat die Kaffeemühle erfunden?


Wer die Kaffeemühle erfunden hat, lässt sich heute nicht mehr genau sagen. Die ersten Funde von Kaffeemühlen lassen sich auf die Zeit um 3.500 v.Chr. zurückdatieren. Die Mühle oder besser gesagt, eine Methode, um die gerösteten Kaffeebohnen zu zerkleinern, benötigt man seit es Kaffee gibt. Dienten zuerst noch Steine dazu, die Bohnen zu zermahlen, wurde in der Antike ein Mörser verwendet. In der Zeit des römischen Reiches wurde dieser dann zu einer handbetriebenen Mühle zum Getreide mahlen weiterentwickelt. Als das Kaffeetrinken dann nach Europa kam, war die nötige Technik vorhanden.

Im Laufe des Mittelalters verbreitete sich der Kaffee in ganz Europa und zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die erste „manuelle Kaffeemahl-Vorrichtung“ urkundlich erwähnt. Da zu dieser Zeit bekannt war, dass der Kaffee an Geschmack gewinnt, je feiner die Bohne zerstoßen wird, ist an dieser Mahlvorrichtung der Mahlgrad bereits verstellbar. Mit der Beliebtheit des Kaffee stieg der technische Fortschritt immer weiter an und die Suche nach dem perfekten Espresso hatte begonnen…
Kaffeemuehle mit Handhebel

Worauf ist beim Kauf einer Kaffeemühle zu achten?


Die Entwicklung, die die Kaffeemühle in den letzten drei Jahrhunderten durchlaufen hat, ist erstaunlich. Nichts erinnert an einer hochmodernen Espressomühle mehr an die kleine Handmühle mit der unsere Großelterngeneration noch die Bohnen für ihren Filterkaffee gemahlen hat. Obwohl die grundsätzliche Arbeitsweise immer noch die selbe ist. Seit jeher benötigt eine Kaffeemühle ein gutes Mahlwerk. Die Mühle mahlt die Kaffeebohnen ohne sie zu erhitzen und erzeugt ein homogenes Mahlgut. Mahlgradeinstellung, Motorleistung und Geschwindigkeit sowie Programmierbarkeit sind weitere Faktoren, auf die es sich lohnt beim Kauf einer guten Espressomühle zu achten.

1. Das Mahlwerk


Erst mit einem guten Mahlwerk gelingt die perfekte Extraktion. Eine gute Kaffeemühle für Espresso liefert gleichmäßiges und feines Kaffeepulver. In der Regel gibt es bei Kaffeemühlen drei Arten von Mahlwerken: Das Schlagmesser, Kegelmahlwerke und Scheibenmahlwerke. Jedes eignet sich zum Mahlen der Bohnen, besitzt aber auch Eigenheiten, die Ihre Kaufentscheidung beieinflussen.

Das Schlagmahlwerk

Die ersten elektrischen Kaffeemühlen verwendeten ein Schlagmesser, welches die Bohnen mit großem Schwung zerkleinert. Das Ergebnis dieses Mahlvorgangs fällt eher bescheiden aus. Das Mahlergebnis ist sehr ungleichmäßig und die Kaffeebohnen werden beim Mahlen stark erhitzt. Das Getränk schmeckt bitter und sehr intensiv. Das grobkörnige Kaffeepulver eignet sich nur für Filterkaffee.
VorteileNachteile
  • Preisgünstig
  • Ungleichmäßiger Mahlgrad
  • Einfache Reinigung
  • Hohe Mahlgeschwindigkeit
  • Geeignet für Filterkaffee
  • Ungeeignet für Espresso


Kegelmahlwerk

Vor allem moderne Kaffeevollautomaten verwenden vorwiegend Kegelmahlwerke. Sie haben den Vorteil, dass sie kompakt verbaut werden. Während des Mahlvorgangs fallen die Bohnen von oben in das Mahlwerk. Je tiefer die Bohnen rutschen, umso geringer wird der Abstand zwischen dem Mahlkegel und der Wand des Mahlwerks. Das ergibt ein gleichmäßiges, feines Kaffeepulver. Der Mahlgrad wird über den Abstand vom Kegel zur Außenwand eingestellt. Mit einem leistungsstarken Motor betrieben, sind die Drehzahlen bei einer Mühle mit Kegelmahlwerk geringer als bei den anderen Mahlwerken, da das Mahlgut direkt in den Auffangbehälter fällt.
VorteileNachteile
  • Niedrige Mahlgeschwindigkeit
  • Hoher Preis für eine hochwertige Mühle


Scheibenmahlwerk

Wer eine gute Mühle für seinen Siebträger sucht, kauft in der Regel eine Espressomühle mit Scheibenmahlwerk. Hier werden die Bohnen zwischen zwei waagrecht liegenden Mahlscheiben zerkleinert. Die Mahlscheiben sind nach innen konkav geformt, so dass die Bohnen in der Mitte aufgebrochen und anschließend nach außen aufgerieben werden. Die eine Scheibe ist fest Montiert, während die andere in Bewegung ist. Es entsteht auch hier ein feines, homogenes Mahlergebnis. Das Ergebnis wird beeinflusst, indem der Abstand zwischen den Scheiben verändert wird. Hier kommt es auf Größe und Material der Mahlscheiben an. In der Regel bestehen die Mahlscheiben aus Keramik oder Stahl. Wichtig ist darauf zu achten, ein Material zu wählen, das haltbar ist und sich nicht schnell erhitzt – sonst verändern sich die im Kaffee enthaltenen Öle und der Kaffee schmeckt bitter und verbrannt.
VorteileNachteile
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Hohe Mahl- geschwindigkeit
  • Gleichmäßiges Mahlgut
  • Größtes Angebots-sortiment

Wir empfehlen:
Scheibenmahlwerk mit mindestens 60 mm Mahlscheiben!


2. Geschwindigkeit und Motorleistung


Ein weiterer Faktor beim Mahlen ist die Mahlgeschwindigkeit. Durch eine erhöhte Mahlgeschwindigkeit entsteht eine höhere Reibung beim Mahlvorgang. Die entstehende zusätzliche Hitze beeinflusst das Kaffeeergebnis negativ. Espressomühlen mit einem Scheibenmahlwerk sind hier etwas anfälliger, da der Mahlvorgang durch die Zentrifugalkraft höhere Geschwindigkeiten voraussetzt. Mühlen mit einem kleinen Kegelmahlwerk verwenden ebenfalls höhere Geschwindigkeiten.

Oft wird über die Überlegenheit von Kegelmahlwerken gegenüber Mühlen mit einem Scheibenmahlwerk diskutiert. Dies bezieht sich auf professionelle Espressomühlen mit einem großen Mahlwerk und einem Leistungsstarken Motor. Viele günstige Kaffeemühlen sind mit einem Kegelmahlwerk ausgestattet, verfügen aber nur über eine kleine Ausführung und einen Motor mit geringer Leistung. Es verringert sich die Mahlfläche und das Drehmoment, was zu höheren Drehzahlen führt, um ein gutes Mahlergebnis zu erreichen. Der Vorteil der geringeren Mahlgeschwindigkeit, den Kegelmahlwerke bieten hebt sich bei den günstigen Mühlen somit auf. Scheibenmahlwerke lassen sich nicht pauschal wegen ihrer hohen Drehzahlen verteufeln: Beispielsweise lässt sich der Erwärmung durch eine Erhöhung des Scheibendurchmessers begegnen. Die Hitzeentwicklung ist dann vernachlässigbar.

Wir empfehlen:
Die Espressomühle sollte mindestens 400 Watt Leistung haben!



EXKURS: Wie findet man den richtigen Mahlgrad?


Neben dem Mahlwerk und der Mahlgeschwindigkeit ist der passende Mahlgrad die wichtigste Komponente bei einer Kaffeemühle. Wenn der Mahlgrad zu grob oder zu fein eingestellt ist, extrahiert ihr Espresso nicht richtig. Je nachdem ob es zu einer Über- oder Unterextraktion kommt, schmeckt der Kaffee zu wässrig oder zu bitter.
Bei einer Unterextraktion ist der Mahlgrad zu grob eingestellt. Das Mahlgut wird mit dem Tamper nicht genug verdichtet und das Wasser fließt zu schnell durch den Filterträger. Dies erkennen Sie vor allem daran, dass der Espresso schnell aus dem Filterträger läuft und schneller als in den empfohlenen 20-30 Sekunden in die Tasse fließt. Um dies zu korrigieren, müssen Sie also den Mahlgrad Ihrer Kaffeemühle etwas feiner einstellen.
Bei einer Überextraktion liegt genau das Gegenteil vor. Der Mahlgrad ist zu fein eingestellt und das Wasser fließt zu langsam durch das Kaffeemehl. Dies erkennen Sie daran, dass der Espresso viel zu langsam aus dem Filterträger tropft und weit länger als 30 Sekunden benötigt, um die Espressotasse zu füllen. Wählen Sie den Mahlgrad Ihrer Kaffeemühle etwas grober und lösen Sie die Überextraktion auf. Sie erhalten Sie einen wohlschmeckenden Espresso.

Wir empfehlen:
Espresso wird mit 7-8 Gramm Kaffeemehl und einer Durchlaufzeit von 20-25 Sekunden gebrüht!



1. Mahlgradeinstellung


Bei den Kaffeemühlen lassen sich grundsätzlich zwischen zwei Arten, den Mahlgrad zu verstellen, unterscheiden: Stufenweise und stufenlos. Bei einer Mühle mit stufenloser Mahlgrad Verstellung wird der Mahlgrad über ein Raster verstellt. Der Vorteil liegt hier darin, dass Sie die Einstellung immer wieder finden. Dafür sind die Einstellmöglichkeiten begrenzt und der letzte Grad an Genauigkeit wird eventuell nicht erreicht. Dies wiederrum ist der Vorteil der stufenlosen Einstellung. Der Mahlgrad ist fein und genau einstellbar, Sie finden ihn, wenn er verstellt wurde, nur mit Probieren wieder.
Mahlgrad einstellen mit dem Einstellkranz

Wir empfehlen:
stufenlose Einstellung für den perfekten Mahlgrad!



2. Programmierbarkeit


Wenn Sie einmal Ihren perfekten Espresso gefunden haben, möchten Sie diesen sicherlich immer wieder trinken. All das Suchen und Probieren endet nicht nach einer Tasse Espresso. Deshalb ist es wichtig, viele Faktoren beim Espresso brühen möglichst konstant zu halten. Dazu gehört die gemahlene Menge Kaffeemehl. Diese liegt für einen Singleespresso bei 7-8 Gramm Mahlgut. Am einfachsten erreichen Sie hier eine Konstanz, wenn Sie eine Mühle mit programmierbarem Timer verwenden. Indem Sie die Dauer des Mahlvorgangs stoppen und einprogrammieren, erhalten Sie ein reproduzierbares Ergebnis und eine konstante Ausgabemenge.
Kaffeemühle programmieren

Wir empfehlen:
programmierbare Mühlen für gleichbleibenden Espressogenuß!



3. Direktmahler oder Auffangbehälter


Bei einem On-Demand Grinder (Direktmahler) handelt es sich um eine Mühle, die direkt auf Abruf in den Filterträger mahlt. Das hat den Vorteil, dass die Bohnen für jeden Espresso frisch gemahlen werden. Es entsteht der perfekte Espressogeschmack. Eine Mühle mit Auffangbehälter eignet sich vor allem dann, wenn regelmäßig größere Mengen an Kaffeepulver in kurzer Zeit benötigt werden. Dies ist vor allem bei gastronomischen Betrieben häufig der Fall. Für den privaten Gebrauch ist ein Direktmahler optimal.

Wir empfehlen:
Direktmahler für frischen Espressogenuß!



Welche Kaffeemühle für welche Siebträgermaschine?


Um Kaffeebohnen für eine Siebträger Espressomaschine zu mahlen, empfehlen wir Ihnen eine Kaffeemühle mit Scheibenmahlwerk zu kaufen. Hier erhalten Sie in der Regel für einen guten Preis das beste Mahlergebnis. Achten Sie darauf, die Mahlscheiben möglichst groß und der Motor möglichst leistungsstark zu wählen, um der Hitzeentwicklung entgegenzuwirken. Je nachdem, wie genau Sie Ihre Kaffeemühle einstellen möchten, raten wir zu einer Mühle mit stufenlosem Mahlgrad. Gerade für Hobby-Baristas, die nicht den Umschlag eines Cafes haben.


Reinigung der Kaffeemühle?


Um ein gleichbleibendes Espressoerlebnis zu gewährleisten, ist es wichtig, dass Sie Ihre Kaffeemühle von Zeit zu Zeit reinigen. Durch den Mahlvorgang werden in der Mühle Kaffeeöle freigesetzt, die sich festsetzen und mit der Zeit den Geschmack Ihres Espressos beeinflussen. Deshalb putzen Sie nach Möglichkeit einmal im Monat Ihre Kaffeemühle. Die Oberflächen können Sie mit einem feuchten Tuch und etwas Wasser abwischen. Wenn der Bohnenbehälter abnehmbar ist, spülen Sie ihn mit etwas Spülmittel ab.

Wichtig ist die regelmäßige Reinigung des Mahlwerks. Hierfür empfehlen wir Ihnen einen speziellen Mühlenreiniger zu verwenden. Das Granulat wird in das Mahlwerk gegeben und durchgemahlen. Auf diese Weise erhalten Sie wieder eine saubere Kaffeemühle.


» Zu den Reinigungsmitteln
Reiniger für Kaffeemühlen

UNSER TIPP: Sparen Sie am Mühlenpreis, wenn Sie ein Siebträgerbundle kaufen!