Australische Wissenschaftler haben eine Studie vorgelegt, nach der Kaffee gut für die Leber ist. Mehr Kaffee ist allerdings nicht automatisch noch besser.

Eine Gruppe australischer Forscher hat eine groß angelegte Studie über den Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und der Gesundheit der Leber veröffentlicht. Dabei stellten die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und einer Senkung von Todesfällen in Zusammenhang mit Lebererkrankungen fest. Als praktisches Ergebnis, empfehlen Sie täglich zwei bis drei Tassen Kaffee zu trinken, um das Risiko einer HCC (Hepatozelluläres Karzinom)-Erkrankung im Vergleich zu Kaffeeabstinenten  um 38 % zu senken. Die Todesrate bei einer Erkrankung wird laut der Studie sogar um 46 % gesenkt. Bei vier Tassen sprechen die Forscher gar von einer Risikosenkung von 41 % bzw. 71 %.

Die Grundlage für das Ergebnis waren rund 1,2 Millionen Todesfälle aufgrund von Leberkrebs, die mit Statistiken über Kaffeekonsum in Übereinstimmung gebracht wurden. Was die positive Wirkung verursacht, konnten die Forscher nicht feststellen, tippen aber auf den Hauptwirkstoff Koffein.

Zwar empfehlen die australischen Forscher jetzt zwar Kaffee als leicht zugängliches Mittel zur Vorbeugung von Lebererkrankungen, es genügt jedoch ihn in Mengen zu trinken, die durchschnittliche Kaffeetrinker ohnehin genießen würden. Die Forscher empfehlen lediglich eine Mindestmenge von zwei Tassen, über vier Tassen hinaus sind die positiven Auswirkungen je Tasse immer geringer bis kaum noch messbar.


Quelle: Estimates of the global reduction in liver disease‐related mortality with increased coffee consumption: an analysis of the Global Burden of Disease Dataset


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