{"id":3618,"date":"2024-05-25T10:19:00","date_gmt":"2024-05-25T08:19:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kaffeetechnik-shop.de\/kaffeejournal\/?p=3618"},"modified":"2025-07-24T07:53:31","modified_gmt":"2025-07-24T05:53:31","slug":"die-variantenvielfalt-von-arabica-und-robusta-kaffee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/kaffeejournal\/die-variantenvielfalt-von-arabica-und-robusta-kaffee\/","title":{"rendered":"Die Variantenvielfalt von Arabica- und Robusta-Kaffee"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-very-light-gray-to-cyan-bluish-gray-gradient-background has-background\"><strong>Zusammenfassung:<\/strong> Der Kaffeemarkt wird von Arabica und Robusta dominiert, die zusammen nahezu den gesamten Markt ausmachen. Beide Sorten bieten eine Vielzahl von Varianten, die f\u00fcr die enorme Geschmacksvielfalt sorgen. W\u00e4hrend Arabica mit Spezialit\u00e4ten wie Geisha oder Bourbon bekannt ist, gewinnt Robusta durch neue, qualitativ verbesserte Varianten zunehmend an Bedeutung. Insbesondere in S\u00fcdostasien und Afrika arbeiten Farmer an robusteren Robusta-Varianten, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Trotz steigender Robusta-Anteile bleibt Arabica aufgrund seiner besonderen Aromen weiterhin unverzichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Der internationale Kaffeemarkt wird von zwei Sorten dominiert. So gut wie jede Kaffeebohne, egal ob industriell ger\u00f6steter Massenkaffee oder der Spezialit\u00e4tenkaffee aus der Familienr\u00f6sterei um die Ecke, ist entweder von einer Arabica- oder Robustapflanze geerntet. Selbst wer alle anderen vorhandenen Kaffeearten, wie z.B. die Liberica, zusammenrechnen w\u00fcrde, k\u00e4me gerade einmal auf ein oder zwei Prozent Marktanteil.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"insgesamt-bis-zu-130-kaffeevarianten-bekannt\">Insgesamt bis zu 130 Kaffeevarianten bekannt<\/h2>\n\n\n<p>Aber trotz der Dominanz von nur zwei Pflanzenarten ist die Aromen- und Geschmacksvielfalt unseres Kaffees enorm. Das liegt nicht nur allein an Einflussfaktoren wie Anbaugebiet oder Klima, sondern auch daran, dass sich die beiden Pflanzenarten in eine ganze Reihe unterschiedlicher Varianten aufspalten. Je nach Quelle sind es 125 bis 130 verschiedene Varianten, die f\u00fcr die Vielfalt in unserer Kaffeetasse sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der breiten Kaffee\u00f6ffentlichkeit sind nur wenige dieser Varianten bekannt. Wer sein Kaffeewissen allein aus dem Marketing der gro\u00dfen Massenr\u00f6stereien zieht, wird vielleicht nicht einmal etwas von Varianten geh\u00f6rt haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kaffeekenner hingegen werden zumindest schon einmal etwas von der Bourbonvariante geh\u00f6rt haben, oder ihnen sind Geisha und Typica bekannte Begriffe. Alle drei sind Varianten des Arabicakaffees. W\u00e4hrend Bourbon und Geisha als echte Kaffeespezialit\u00e4ten gelten, deckt die Typica einen guten Teil des auf dem Weltmarkt verkauften Arabicakaffee an sich ab. Andere Arabica-Varianten wie beispielsweise Lampira, Obata oder Starmaya sind dagegen nur echten Experten im Kaffeeanbau und Handel bekannt.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kultivierung-des-kaffees-fuehrte-zu-einer-vielfalt-an-varianten\">Kultivierung des Kaffees f\u00fchrte zu einer Vielfalt an Varianten<\/h2>\n\n\n<p>Die Vielfalt unterschiedlicher Varianten verdanken Arabica und Robusta weniger der Natur, als dem Drang des Menschen seine Nutzpflanzen immer weiter zu optimieren. Neben dem Geschmack spielten dabei bereits vor dem Klimawandel auch Robustheit gegen Klimabedingungen und Widerstandsf\u00e4higkeit gegen Sch\u00e4dlinge eine bedeutende Rolle. So entstand die Arabica-Variante Batian beispielsweise, weil sie besonders widerstandsf\u00e4hig gegen\u00fcber dem gef\u00fcrchteten Kaffeerost ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine \u00dcbersicht \u00fcber die Arabica-Varianten findet sich im englischsprachigen Variantenkatalog<sup>1<\/sup>\u00a0des World Coffee Research (WCR) Instituts.\u00a0<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"robustakaffee-gewinnt-an-anteilen-hinzu\">Robusta-Kaffee gewinnt an Anteilen hinzu<\/h2>\n\n\n<p>Waren anf\u00e4nglich nur Arabica-Varianten online abrufbar, erg\u00e4nzte das WCR den Katalog Anfang Mai nun auch um Varianten der Robusta-Kaffeepflanze<sup>2<\/sup>. Fast 50 verschiedene Varianten sind dort inzwischen zu finden, deren Namen allerdings mit BP 534, BRS 2314 oder Roubi 6 weit weniger edel klingen als viele ihre Kollegen der Arabica-Familie. Dabei steigt derzeit nicht nur der Anteil der Robustaproduktion am Weltmarkt, mit 40% ist Robusta zumindest schon in Sichtweite des \u00fcberm\u00e4chtigen Konkurrenten, sondern dank der von Kaffeefarmern gez\u00fcchteten Varianten auch die Qualit\u00e4t der Robusta-Bohnen. Fr\u00fcher als F\u00fcllmaterial in Kaffeer\u00f6stungen gefragt, haben einige Varianten inzwischen den Status von Spezialit\u00e4tenkaffees.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Arabica heute weitgehend eine Domaine mittel- und s\u00fcdamerikanischer L\u00e4nder ist, beginnen Kaffeefarmer in S\u00fcdostasien und Afrika damit die Robusta-Varianten weiter zu verfeinern. Wohl auch mit Blick auf den Klimawandel, der die Anbaugebiete von Arabica-Kaffee immer weiter schrumpfen l\u00e4sst. Allerdings gilt, auch wenn Robusta ihren Namen alle Ehre macht und mit den neuen Bedingungen besser zurechtkommt, komplett ersetzen wird sie Arabica nicht<sup>3<\/sup>.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1.&nbsp;<a href=\"https:\/\/varieties.worldcoffeeresearch.org\/\">https:\/\/varieties.worldcoffeeresearch.org\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>2.&nbsp;<a href=\"https:\/\/dailycoffeenews.com\/2023\/05\/04\/world-coffee-research-launches-robusta-variety-catalog\/\">https:\/\/dailycoffeenews.com\/2023\/05\/04\/world-coffee-research-launches-robusta-variety-catalog\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>3.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/Robustakaffee-ist-auch-keine-Loesung\">https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/Robustakaffee-ist-auch-keine-Loesung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der internationale Kaffeemarkt wird von den beiden Sorten Arabica und Robusta dominiert, w\u00e4hrend andere Sorten nur einen geringen Marktanteil erreichen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[119,123,122],"tags":[],"class_list":["post-3618","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-barista-wissen","category-kaffee-und-wasser","category-kaffee-wissen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/kaffeejournal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3618","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/kaffeejournal\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/kaffeejournal\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/kaffeejournal\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/kaffeejournal\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3618"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/kaffeejournal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3618\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3619,"href":"https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/kaffeejournal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3618\/revisions\/3619"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/kaffeejournal\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3618"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/kaffeejournal\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3618"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaffeetechnik-shop.de\/kaffeejournal\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3618"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}