Der US-amerikanische Röster Andrew Pate setzt UV-Licht bei der Qualitätskontrolle der Kaffeebohnen vor dem Rösten ein.

Eine hohe Qualität ist beim Kaffeerösten sozusagen nur die halbe Miete, es ist ebenso wichtig die Qualität stabil auf einem Level zu halten. Was nützt es schließlich den perfekten Kaffee geröstet zu haben, wenn das Ergebnis auf Zufall basierte und nicht wiederholbar ist.

Qualitätssicherung in der Kaffeerösterei

Um eine gleichbleibende Qualität zu halten, ist Qualitätssicherung während des ganzen Röstprozesses von enormer Bedeutung. Das beginnt bereits vor dem Rösten, bei der Überprüfung der Kaffeebohnen. Das britische Online-Magazin Perfect Daily Grind veröffentlichte jetzt einen Bericht des amerikanischen Kaffeerösters Andrew Pate, der zum Überprüfen der Kaffeebohnen vor dem Röstvorgang mit UV-Licht arbeitet.

Qualitätskontrolle der Kaffeebohne mittels UV-Licht

Pate beschreibt in dem Artikel, wie er mittels einer kostengünstigen UV-Lampe beschädigte und noch grüne Bohnen heraussucht. Da verschiedene Kaffeebohnen allerdings unterschiedlich auf das Schwarzlicht reagieren, braucht es etwas Erfahrung, ehe man mit Hilfe dieser Methode die guten von den schlechten Kaffeebohnen trennen kann.

Im Vorfeld sollte man die Kaffeebohnen möglichst gleichmäßig auf einem Blech verteilen, ehe man das Licht ausmacht und mit der UV-Lampe über die Bohnen leuchtet.

Wie unterscheidet man gute von schlechten Kaffeebohnen?

Zwar sehen unter dem Licht der UV-Lampe unterschiedliche Kaffeebohnensorten auch verschieden aus, die Kaffeebohnen einer Sorte absorbieren das Schwarzlicht allerdings annähernd gleich, so dass sie für das Auge kaum Unterschiede aufweisen. Kaffeebohnen mit Schäden fallen deshalb in der Masse auf, weil sie das UV-Licht nicht so gleichmäßig absorbieren, wie die guten Kaffeebohnen. Sie reflektieren keinen nahezu einheitlichen Farbton, sondern weisen kontrastreiche Unterschiede auf. Gerade im Wechsel von gesunder auf beschädigte Bohne, ist der Unterschied besonders gut zu erkennen, so Pate.

Der Amerikaner vermutet, dass der Farbwechsel zwischen einer guten und einer schlechten Bohne durch Schwankungen in der Trocknung und Verarbeitung verursacht werden. Kaffeebohnen mit weniger Feuchtigkeit leuchten seiner Erfahrung nach heller, als die anderen.

Nachdem er die Kaffeebohnen auf diese Weise sortiert, findet Pate bei den aussortierten Varianten regelmäßig Schäden wie zerbrochene oder angeschnittene Kaffeebohnen, Spuren von Käferbefall und andere Mängel. Diese Schäden hatte er zwar wohl auch bei einer gründlichen Untersuchung der Kaffeebohnen gefunden, dank des UV-Lichts erspart er sich allerdings einiges an Zeitaufwand.


Schlagwörter: , ,