Unser Gehirn nimmt alle Dinge die wir sehen, riechen und fühlen unterbewusst wahr und verarbeitet diese – nicht umsonst sagt man „Das Auge isst mit“. Gleiches gilt auch für den Kaffee.

Dass Geschmack subjektiv ist, ist allseits bekannt. Der eine liebt den erdigen und herben Geschmack, der andere möchte stattdessen einen süß und blumigen Kaffee. Kein Wunder also, dass es hunderte von verschiedenen Kaffeesorten gibt – schließlich besteht Kaffee selbst aus über 1000 verschiedenen Aromen, die bis heute noch nicht genau definiert sind.

Jetzt gibt es aber einen Trick, wie der gewohnte Kaffee auf einmal ganz anders schmeckt, und das ohne große Kosten und Mühen. Durch eine andere Tasse wird unser Hirn sozusagen ausgetrickst und verarbeitet die Signale des Geschmacks sowie der Umgebung auf andere Weise.

Im Detail wollen wir Ihnen hier drei Studien vorstellen, die sich mit unterschiedlichen Tassen beim Kaffee trinken beschäftigt haben.

Die Form der Tasse ist entscheidend

Zuerst soll es um die Tassenform gehen. Bereits im Jahr 2016 gab es eine Studie zu genau diesem Thema, in der 276 Teilnehmer den gleich zubereiteten Kaffee aus unterschiedlichen Tassen getrunken haben. Von ganz normalen Alltagskaffeetrinkern bis hin zu Experten waren alle Schichten von Kaffeekonsumenten vertreten.

Genutzt wurden drei unterschiedliche Formen, tulpenförmige Tassen, normale, konventionelle Tassen und zu guter Letzt bauchig geformte Tassen, die oben wieder spitzer zulaufen.

Das interessante an diesem Experiment war, dass sich sowohl Kaffeeexperten als auch die normalen Verbraucher einig waren, dass die tulpenförmigen Tassen den Geschmack intensivierten – was positiv aufgenommen wurde.

Aber auch die Farbe spielt beim Geschmack eine Rolle

In einer weiteren Studie aus dem Jahr 2014 wird deutlich, dass auch die Tassenfarbe einen Einfluss auf das wahrgenommene Aroma hat.

Beim ersten Experiment wurde den Teilnehmern ein Milchkaffee in einem transparenten Glas, einer weißen sowie blauen Tasse serviert. Die Erkenntnis aus diesem Experiment war, dass der Milchkaffee deutlich intensiver wahrgenommen wurde, wenn er aus der weißen Tasse getrunken wurde.

Eine Erklärung für dieses Ergebnis war, dass sich das Hirn unterbewusst bei dem transparenten Glas schon auf Bitterkeit einstellt, da der braune Kaffeeanteil zu sehen ist. Bei der Tasse ist nur der Milchschaum sichtbar, also werden wir beim trinken unterbewusst überrascht und nehmen den enthaltenen Kaffee intensiver wahr.

Hier können Sie also probieren und ergänzen – allerdings passen manche Farben und manche Geschmäcker nicht so recht zusammen. Beispielsweise wird saurer Kaffee aus einer rosa Tasse aufgrund des Farbkontrasts nochmals viel saurer aufgenommen.

Die Struktur der Tasse hat ebenfalls Einfluss auf den Geschmack

In einer russischen Kaffeestudie wurde nur das Innere der Tasse verändert. Die erste Verkostung fand aus einer glatten, also herkömmlichen Keramiktasse statt. Bei der zweiten Verkostung wurde der Kaffee aus einer rauen Keramiktasse verkostet, die ein ähnliches Muster hatte wie Schleifpapier.

Das interessante war, dass den Probanden der Kaffee aus der weißen Tasse süßer schmeckte. Ebenfalls empfunden die Teilnehmer den Nachgeschmack der rauen Tasse als trocken.

Fazit:

Der Einfluss von unterschiedlichen Tassen auf das Kaffeeerlebnis ist wissenschaftlich nicht von der Hand zu weisen. Natürlich gibt es auch schon Kaffeetassen in allen unterschiedlichen Farben und Formen, allerdings ist einem Teil der Kaffeetrinker nicht bewusst, wie groß der Einfluss der Tasse auf den endgültigen Geschmack tatsächlich ist.

Unsere Empfehlung: Experimentieren Sie selbst etwas mit unterschiedlichen Tassenformen- und farben. Vielleicht schmeckt Ihnen Ihr bisheriger Kaffee noch besser als ohnehin schon.

Wenn Sie stattdessen lieber bewährte schlichte Tassen und Gläser bevorzugen, bieten wir Ihnen ebenfalls ein breites Angebot in unserem Onlineshop an.

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