Die Kaffeezubereitung mit einer Percolator-Kanne ist in Deutschland etwas in Vergessenheit geraten, hat aber durchaus noch ihre Fans.

Der Percolator arbeitet ähnlich wie die Espressokanne/Mokkakanne mit dem Dampfprinzip. In einer meist hohen Kanne ist in der Mitte ein Metallröhrchen angebracht, an dessen oberen Drittel sich der Metallsieb für das Kaffeemehl befindet. Stellt man die Kanne z.B. auf eine Herdplatte wird das Wasser erhitzt und der so entstehende Druck treibt das heiße Wasser durch ein Steigrohr genanntes Metallröhrchen nach oben. Am oberen Ende tropft es dann in den Metallfilter mit frischem Kaffeepulver.

Der Kreislauf bleibt so lange in Gang, bis man die Kanne von der Hitzezufuhr trennt. Deshalb gilt so zubereiteter Kaffee auch als besonders stark. Allerdings sollte man nicht zu lange werten, denn sonst könnte der Kaffee überkochen.

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Einen Percolator fand man in den 1950ern auch in vielen deutschen Küchen, heute ist er jedoch dort kaum noch zu finden. Einer gewissen Beliebtheit erfreut er sich aber nach wie vor zum Beispiel in Schweden, wo die Menschen so gebrauten starken Kaffee noch zu schätzen weiß.


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