Professioneller Kaffeeanbau ist meist nur innerhalb des sogenannten Kaffeegürtels möglich. Doch auch dort eignet sich nicht jede Region.

Arabica oder Robusta dominieren den Kaffeemarkt, während erstere Sorte relativ anspruchsvoll ist, macht die Robusta-Kaffeebohne ihren Namen durchaus Ehre. Sie wächst auch in Regionen, in denen die Arabica nur schwer gedeihen würde, und benötigt dabei oft sogar noch weniger Pflege. Aber auch sie wächst nicht überall, sondern bedarf bestimmter klimatischer Bedingungen. Gegeben sind diese in der Regel im sogenannten Kaffeegürtel. Wie ein Gürtel umfasst diese Zone den Bereich der Erde zwischen 25 ° Grad nördlich, bis 25° südlich des Äquators. Nur hier sind Faktoren wie Temperatur, Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit usw. für den großflächigen Anbau von Kaffee geeignet.

Der Kaffeegürtel

Das mögliche Anbaugebiet schränkt sich allerdings auch innerhalb des Kaffeegürtels noch einmal ein, denn Kaffee gedeiht in bestimmten Höhenlagen am besten. Flache Ebene sind dabei ebenso wenig geeignet, wie Berge über 2.000 m. Nur dazwischen herrschen die idealen klimatischen Bedingungen. Und nicht nur das, Höhenlagen schützen die Pflanzen oft auch vor Schädlingen. Blattrost, ein Pilz, der die Blätter der Kaffeepflanze befällt, konnte lange die 1.000 m-Marke nicht überschreiten, darüber angebauter Kaffee war so lange vor ihm sicher. In den letzten Jahren mussten Kaffeebauern allerdings feststellen, dass der Klimawandel die Bedingungen zugunsten des Pilzes geändert hatten. Blattrost tauchte in den immer häufiger auch in Höhen von bis zu 2.000 m auf. Andere Schädlinge scheinen sich aber noch nicht an die Höhe angepasst zu haben.

Folgende Grafik bietet Ihnen einen kurzen Überblick über die gängigsten Höhenlagen, sowie ein paar beispielhafte Regionen:

Höhenlagen von Kaffeeanbaugebieten

Und ab wann spricht man von Hochlandkaffee?

Hochlandkaffee darf sich nur Kaffee aus einem Anbaugebiet von über 1.000 m nennen. Hochlandkaffee zeichnet sich durch ein feineres und umfangreicheres Aroma aus, als in niedrigeren Lagen angebauter Kaffee. Ursache dafür ist die in der Höhe längere Reifezeit der Kaffeekirsche.

Von einem einheitlichen Kaffee kann allerdings nicht gesprochen werden, denn auch beim Hochlandkaffee spielen noch eine ganze Reihe anderer Bedingungen, wie z.B. die Qualität des Bodens oder in der Nähe angebauter weiterer Pflanzen.

In der Regel ist Hochlandkaffee aber an sich ein Qualitätsmerkmal, da hier meist qualitativ hochwertigerer Kaffee angepflanzt wird, als in niedrigeren Lagen. Die Arabica-Kaffeebohne dominiert dabei, weit stärker noch als im Gesamtvergleich. Oft wird hier auch noch per Hand geerntet. Klassische Anbaugebiete sind zum Beispiel Kenia oder Kolumbien.


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