Fällt der Brühdruck unter 9bar, kann dies in der Regel zwei Ursachen haben. Eine davon ist das Expansionsventil.

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Die Espressozubereitung ist auch eine Frage des richtigen Drucks. Wird bei der Zubereitung zu wenig Druck aufgebaut, spiegelt sich das nicht nur im Fehlen der Crema wider, sondern man spricht allgemein nicht mehr von einem Espresso. Siebträger verfügen deshalb über ein Manometer, welches den Druck anzeigt, mit dem das Wasser durch den Kaffeepuck gepresst wird. Als idealer Druck gelten 9bar.

Problem: Der Druck fällt konstant unter 9bar

Das Problem: Bei der Espressozubereitung zeigt das Manometer immer wieder Schwankungen an, am Ende zeigt das Manometer schon mal einen Druck von 7 oder 8bar an, obwohl der Druck bis dahin immer konstant bei 9 bis 10bar gelegen hat.

Lösungsansatz 1: Kaffeepulver leistet zu viel Widerstand

Die Lösungsansätze: Der aufgebaute Druck hängt natürlich auch mit dem Widerstand zusammen, auf den das Wasser während des Extraktionsprozesses stößt. Wird der Mahlgrad des Kaffees verfeinert, steigt dieser Widerstand spürbar bzw. sinkt, wenn das Pulver gröber gemahlen wird. Gleiches gilt zum Beispiel bei einer Veränderung der verwendeten Menge Kaffeepulver. Steigt diese, wird beim Tampern auch mehr Kaffee verdichtet und der Widerstand steigt ebenfalls. Und selbst wer seine Kaffeeröstung ändert, muss mit gewissen Schwankungen rechnen. Stellen Sie also in einem ersten Schritt sicher, dass sich bei diesen Konstanten nichts verändert hat.

Lösungsansatz 2: Expansionsventil reinigen bzw. tauschen

Ist das nicht der Fall, ist der Schuldige oft das Expansionsventil. Das Expansionsventil nimmt unter anderem Einfluss auf den Brühdruck des Siebträger, lässt aber auch dann sprichwörtlich Dampf ab, wenn der sich im Kessel aufbauende Druck droht zu stark zu werden. Durch diese ständige Beschäftigung ist eine gewisse Verkalkung oder Verschmutzung so gut wie unvermeidbar. Es sollte also regelmäßig gereinigt bzw. nach einigen Jahren im Gebrauch ausgetauscht werden.

Expansionsventil einer ECM Elektronika II

Dementsprechend befindet sich das Ventil in der Nähe von Kessel, Wassertank/-zufluss und natürlich der Pumpe. In unserer Beispiel-Explosionszeichnung einer ECM Elektronika II ist das Expansionsventil mit der Nummer 40 gekennzeichnet, im eingezeichneten roten Bereich können Sie zudem die einzelnen Bestandteile des Ventils sehen. Um das passende Expansionsventil für Ihren Siebträger zu finden, empfehlen wir Ihnen unsere Explosionszeichnungen.