Die Dichtung am Vorbrühzylinder wird bei der Revision der Brühgruppe gerne übersehen.

Explosionszeichnung einer ECM Brühgruppe

Problem: Nach einer kompletten Revision einer ECM-Brühgruppe arbeitet diese nach dem Einbau erst einmal wieder einwandfrei. Doch nach einigen Wochen oder sogar Monaten kommt es plötzlich zu Fehlfunktionen. Das Zubereiten des Espresso gelingt zwar, allerdings funktioniert das Rückspülen der Brühgruppe nicht mehr. Das Wasser tritt nicht aus und verbleibt im Sieb, so dass es beim Herausnehmen des Filterträgers regelmäßig herausspritzt und dabei auch feuchtes Kaffeepulver auf dem Siebträger und Tisch verteilt.

Lösung: Das Fehlverhalten deutet auf eine fehlerhafte Dichtung hin. Das verwundert vielleicht zunächst, da bei einer Revision in der Regel ja auch alle Dichtungen ausgetauscht werden.

Wer beim Ausbau aber nicht ganz genau hinschaut, dem kann eine Dichtung entgangen sein. Und zwar die Teflondichtung am oberen Ende des Vorbrühzylinders (Nr. 8 in der Explosionszeichnung), diese ist so in den Vorbrühzylinder eingelassen, dass man sie bei Ausbau leicht übersieht. Beim Wiederzusammenbau der Brühgruppe wird die neue Teflondichtung dann oft einfach über der alten festigt. Das kann eine ganze Weile sogar gut gehen, doch irgendwann versieht die Dichtung dann doch nicht mehr ihren Dienst und verhindert das der aufgebaute Druck auch wieder abgelassen wird.


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