Andere Länder, andere Geschmäcker. Im Norden Europas landet sogar Trockenfleisch und Käse in der Kaffeetasse.

Oliver Deharde, Koch- und Foodjournalist, reist auf der Suche nach ungewöhnlichen, exotischen Geschmäckern durch die ganze Welt. Für einen aktuellen Artikel in der Online-Ausgabe des Stern war er kürzlich im hohen Norden. Genauer gesagt in Nordnorwegen, wo seit gut 10.000 Jahren das Volk der Samen lebt.

Was er von den Gewohnheiten des Kaffeetrinkens am Nordpolarkreis zu berichten weiß, klingt für unsere Ohren (und Geschmäcker) allerdings eher gewöhnungsbedürftig. Trockenfleisch und Käse zum Kaffee mag noch gar nicht so ungewöhnlich klingen. Viele Menschen trinken bekanntlich Kaffee auch gerne zu eher deftigen Speisen. Die Samen allerdings lassen beides in ihrem Kaffee schwimmen, ehe sie es essen.

Die Tradition Käse im heißen Kaffee anschmelzen zu lassen, ehe man ihn dann isst, hat sich übrigens schon über die Samen hinaus verbreitet. Gerade in Schweden kann es auch außerhalb einer samischen Familie schon mal passieren, dass man an einem kalten Wintertag einen Kaffee mit einem darin schwimmenden Käse angeboten bekommt.


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