Heißes Wasser und Dampf sind für die Kaffeezubereitung mit Siebträgern essenziell. Doch die Methoden dahin, können unterschiedlich sein.

Das Wasser auf die perfekte Temperatur zum Aufbrühen eines Kaffees zu bringen, heißen Dampf für das Aufschäumen von Milch zur Verfügung zu stellen, beides gehört zu den grundlegenden Funktionen eines Siebträgers. Die Art und Weise wie verschiedene Geräte dies bewerkstelligen, ist auch ein wichtiges Unterscheidungskriterium für die verfügbaren Typen von Siebträgern.

Wir unterscheiden heute zwischen:

  • Einkreis-Siebträger
  • Zweikreis-Siebträger
  • Dualboiler-Siebträger

Dabei ist der Wortbestandteil „kreis“ eigentlich eine Verkürzung für ein „Kreislaufsystem“, in dem entweder Wasser erhitzt, oder Dampf erzeugt werden kann.

Einkreis-Siebträger

Ein klassischer Vertreter eines Einkreis-Siebträgers ist die ECM Classika II. Mit einer Aufheizzeit von rund zehn Minuten gehört sie zu den schnellen Vertretern ihrer Art. In dieser Zeit wird das Wasser so stark erhitzt, dass es die richtige Temperatur für das Kaffeeaufbrühen hat. Will der Barista aber zum Beispiel einen Cappuccino zubereiten, muss er abwarten, bis in einem zweiten Schritt der Kessel wieder soweit aufgeheizt ist, dass er Wasserdampf erzeugen kann. Einkreissystem heizen sich also zwar schnell auf, aber Heißwasser- und Dampfbezug sind nur nacheinander möglich.

Zweikreis-Siebträger

Siebträger wie die Appartamento von Rocket Espresso verfügen deshalb über einen Wärmetauscher, der diesen Nachteil aufhebt. Auch dieses Gerät ist innerhalb von rund zehn Minuten aufgeheizt, verfügt aber über zwei Kreislaufsysteme, so dass Heißwasser und Wasserdampf nicht mehr hintereinander produziert werden müssen. Kaffeespezialitäten mit aufgeschäumter Milch lassen sich so wesentlich schneller zubereiten, als bei einem Einkreis-Siebträger.

Dualboiler-Siebträger

Egal ob Einkreis- oder Zweikreis-Siebträger, beide Typen verfügen nur über einen eingebauten Kessel. Siebträger wie die Profitec Pro 700 hingegen verfügen über zwei Kessel, von denen einer das Heißwasser, der andere den Wasserdampf liefert. Die beiden Kessel sind komplett voneinander unabhängig und deshalb können die Temperaturunterschiede stark differieren. In den Kesseln selbst bleiben Temperatur und Druck allerdings konstant, kleiner Schwankungen werden so vermieden. Auf diese Weise steht immer die richtige Temperatur für heißes Wasser bzw. den benötigten Dampf zur Verfügung.

Wann sollte ich einen Einkreiser, wann einen Zweikreiser und wann eine Dualboilermaschine kaufen?

Wer in der Hauptsache Espresso oder Kaffee zubereitet, ist oft schon mit einem günstigeren Einkreis-Gerät gut versorgt. Wer hingegen Cappuccino, Latte Macchiato & Co. zubereitet, wird den zusätzlichen Komfort und die Zeitersparnis eines Zweikreis-Siebträgers zu schätzen wissen. Die Dualboilermaschine schließlich garantiert ein immer gleichbleibendes Ergebnis von gleichzeitig zur Verfügung gestelltem Heißwasser und Wasserdampf. Sie empfiehlt sich also etwa bei noch häufigerer Zubereitung von Kaffeespezialitäten.

Infografik: Die Unterschiede zwischen den drei Systemen

Einkreiser, Zweikreiser und Dualboiler
So funktionieren Einkreis-, Zweikreis- und Dualboiler-Systeme

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