Der Klimawandel bereitet auch Kaffeefarmern Sorgen. Selbst der Robusta-Kaffeebohne machen steigende Temperaturen zu schaffen.

Eine auf zehn Jahre angelegte Studie der Alliance of Biodiversity International, dem Internationalen Zentrum für tropische Landwirtschaft (CIAT), der University of Southern Queensland und dem globalen Rohstoffhändler ECOM analysierte die Erträge von 800 Kaffeefarmen in Südostasien. Das Ergebnis legt nahe, dass die Hitzetoleranz von Robusta-Kaffeebohnen nicht ganz so robust ist, wie man dem Namen nach vermuten würde. Ab einer gewissen Temperatur nahmen auch bei dieser Sorte die Erträge überproportional ab.

Die in der Zeitschrift Global Change Biology veröffentlichte Studie gilt als Warnruf für die gesamte Kaffeebranche. Während man bei der empfindlicheren Arabica-Kaffeebohne schon länger weiß, dass es aufgrund des Klimawandels zu großen Problemen kommen kann, hatte man sich bei der Robusta bisher in Sicherheit gewogen.

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Robusta-Kaffee weitaus temperaturempfindlicher ist als bisher angenommen“, so die Autoren in einer Zusammenfassung der Ergebnisse. „Sein Produktionspotenzial könnte bei einem Temperaturanstieg im Zuge des Klimawandels erheblich abnehmen, was eine Multimilliarden-Dollar-Kaffeeindustrie und die Existenzgrundlage von Millionen von Bauern gefährden würde.“

Konkret fanden die Forscher heraus, dass die optimale mittlere Jahrestemperatur für die Robusta-Produktion 20,5°C beträgt. Die Analyse ergab, dass für jede 1°C über dem Punkt der mittleren Jahrestemperatur von 20,5°C das Produktionsvolumen von Robusta um 14% abnimmt.


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