Ihre kompakte klassische Form, die dominierende Brüheinheit, eingebettet in klassischer Edelstahloptik – die Espressomaschinen Vibiemme Domobar haben zurecht ihre Liebhaber. Aber was, wenn es mal nicht so klappt, wie es soll?

Die Bedeutung des richtigen Wasserdruckes ist allen Espressokennern bekannt. Umso schlimmer, wenn der eigene Siebträger damit Probleme hat. Und das kann auch bei echten Klassikern wie der Vibiemme Domobar vorkommen.

Ist die Espressomaschine schon einige Jahre in Betrieb, kann es etwa zu Druckschwankungen beim Bezug kommen. Die Maschine heizt dann auf 12 bar auf, sackt dann aber plötzlich wieder ab. Der Hauptverdächtige ist in diesen Fällen das Expansionsventil. Manchmal kann es schon helfen die Stellschraube zu drehen, um sie von Verschmutzungen oder Verkalkungen zu befreien.

In der Regel sollte man die Stellschraube aber komplett herausnehmen. Ist sie verschmutzt, sollte sie gründlich entkalkt und gereinigt werden. Im Zweifelsfall muss auch das komplette Expansionsventil gründlich entkalkt werden. Kann man Verkalkung als Ursache ausschließen, sind meist die Dichtungen für die Druckschwankungen verantwortlich. Sie haben sich schlicht abgenutzt und sollten mit einem Vibiemme Domobar Ersatzteil ausgetauscht werden.

Nicht immer liegt ein Problem vor

Übrigens, nicht jede Ungereimtheit mit dem Wasserdruck ist gleich ein Problem. Manchmal lässt sich ein zu niedriger Druck auch durch das Kaffeepulver erklären. Ist es zu grob gemahlen oder zu schwach gepresst, bietet es dem Wasser schlicht nicht genug Widerstand, um den gewünschten Druck aufzubauen.

Auch Druckschwankungen im Leerlauf sind kein Problem, sondern der Normalfall. Wasser ist ein inkompressibler Stoff, d.h. es ändert unter Druckeinwirkung und konstanter Temperatur nicht sein Volumen. Es lässt sich also nicht komprimieren. Wird dann etwa durch das Nachheizen die Temperatur verändert, ändert sich dadurch auch der Druck. Was die Druckanzeige bei Leerlauf anzeigt, hat aber keine Aussagekraft über den Druck beim Espressobezug.