Milchalternativen gibt es viele, in letzter Zeit immer beliebter ist dabei die Pistazienmilch. Wir haben uns den Milchersatz etwas genauer angesehen.

Wer unter einer Laktoseintoleranz leidet, also den Milchzucker normaler Milch nicht verträgt, fand in den Supermärkten lange Zeit nur Sojamilch als Milchersatz. Doch die war nicht jedermanns Sache, ihre erdige Note schreckte manchen bereits durch ihren intensiven Duft beim Öffnen der Verpackung ab.

Doch in den letzten Jahren bekam die Sojamilch immer mehr Konkurrenz. Nicht das die Zahl der laktoseintoleranten Menschen so rapide anstiegen wäre, dafür aber die Anzahl von Konsumenten, die nach veganen Alternativen zur Kuhmilch suchten.

Pistazien
Pistazien gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit

Inzwischen boomt der Markt für vegane Milchalternativen. Das Unternehmen Oatly, das mit seiner Hafermilch den Markt dominiert, steigerte im letzten Jahr seinen Umsatz gar um 151%. Neben Hafermilch gibt es aber inzwischen noch unzählige andere Milchalternativen: Beliebt sind etwa auch Mandelmilch, Reismilch oder Kokosmilch. Und für experimentierfreudigere Geschmäcker gibt es inzwischen sogar Erbsen- und Hanfmilch auf dem Markt.

Pistazien gehören zu den ältesten Kulturpflanzen

Einen eigentlich gar nicht so neuen Trend stöberte vor kurzem die US-Ausgabe der Vouge auf: Pistazienmilch

Pistazien gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Im Nahen Osten erstmals kultiviert, gehört das Knacken und Essen von Pistazien dort auch heute noch immer zum Alltag vieler Menschen. Und nach den USA baut kein anderes Land mehr Pistazien an als der zentral in dieser Weltregion gelegene Iran.

Bei Pistazien handelt es sich botanisch betrachtet nicht um Nüsse, sondern um Steinfrüchte. Dennoch funktioniert die Herstellung von Pistazienmilch nach demselben Prinzip wie bei klassischer Nussmilch. Und das schon weit länger, als vegane Supermarkttrends auf der Bildfläche erschienen sind. So gilt Pistazienmilch auch in der indischen Ayurweda-Alternativmedizin als beliebter Drink – und soll dort angeblich sogar gegen Stress helfen. Gesund ist die Milch allerdings allemal, so enthält sie ein großes Maß an ungesättigten Fettsäuren und viel Vitamin E. Außerdem kann die Pistazie mit dem Provitamin A punkten, einer Vorstufe des Retinols, das zu einer besseren Darmgesundheit beiträgt.

In vielen Märkten kann man heute auch in Deutschland Pistazienmilch kaufen, oder man bereitet sie frisch selbst zu:

Zutaten:

  • 1 l Wasser
  • 100 g grüne Pistazienkerne
  • 3 bis 4 Datteln
  • eine Messerspitze Vanille
  • etwas Salz

Zubereitung:

Lassen Sie die ungerösteten Pistazien mindestens vier Stunden im Wasser einweichen. Geben Sie die Pistazien mit frischem Wasser, den Dateln, der ausgekratzten Vanille und einer Prise Salz in den Mixer, und mixen Sie alles gut durch bis es eine milchige Konsistenz hat.

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Pistazienmilch gut für’s Aufschäumen geeignet

Pistazienmilch eignet sich übrigens auch hervorragend für die Zubereitung von Milchschaum. Dank des Eiweißes lässt sich damit ein stabiler, feinporiger Schaum herstellen. Dank des typischen Pistaziengeschmacks kann man als Barista auf diese Weise Cappuccinos und anderen Kaffeespezialitäten eine ganz eigene Note geben.