Der Name Saeco hat sich als Hersteller von Kaffeevollautomaten längst etabliert, die Unternehmensgeschichte selbst war in den letzten Jahren allerdings durchaus wechselhaft.

Gegründet 1981 in Italien, setzt sich der Name Saeco aus Sergio Arthur e Compagnia zusammen. Die beiden Gründer Sergio Zappella und Arthur Schmed steuerten dabei den ersten Buchstaben ihrer jeweiligen Vornamen bei. Mit Arthur Schmed war ein Pionier in der Entwicklung von Kaffeevollautomaten mit an Bord, in den folgenden Jahren begannen die Italiener international auf Expansionskurs zu gehen. So wurde beispielsweise 1987 die Saeco GmbH als Tochterunternehmen in Deutschland gegründet. Insgesamt wuchs die Zahl der internationalen Tochterunternehmen auf 16. Neben Europa ist Saeco auch in Nord- und Mittelamerika präsent, sowie in Asien und Australien. Das Vertriebsnetz des Unternehmens besteht inzwischen aus insgesamt 60 Nationen.

In früheren Zeiten bestand die Produktpalette des Unternehmens übrigens nicht nur aus Kaffeeautomaten, die Italiener hatten zum Beispiel auch Bügeleisen und sogar Klimageräte im Angebot. Heute konzentriert man sich allerdings weitestgehend auf die Produktion von Kaffeevollautomaten. Während sich andere Anbieter oft festlegen, ob ihre Kaffeevollautomaten im Hochpreis- oder Tiefpreissegment anzusiedeln sind, hat man bei Saeco Automaten für alle Kundengruppen im Angebot.

In den Folgejahren setzten die Italiener ihren Kurs fort, 1999 erwarb man eine Mehrheit von 60% des Konkurrenten Gaggia. Eines der großen Traditionsunternehmen, wenn es um Espressomaschinen geht. Giovani Gaggia ließ sich 1938 ein Kolbensystem offiziell patentieren, mit dem Wasser per Luftdruck durch das Kaffeepulver gepresst werden konnte. Die dadurch entstandene Crema gehört heute bekanntlich zu jedem guten Espresso. Trotz Patent, wurde das Unternehmen erst nach dem 2. Weltkrieg gegründet, neben Espressomaschinen gehörten noch andere Haushaltsgeräte ins Gaggia Produktportfolio.

Im selben Zeitraum von Expansion und Mehrheitserwerb an Gaggia, fällt auch das Engagement von Saeco im professionellen Radsport. Bis 2004 war das Unternehmen rund zehn Jahre lag mit einem Saeco Radsportteam unterwegs. 2003 wurde mit der Weltmeisterschaft der größte Erfolg eingefahren. Unter anderem gingen auch die deutschen Profiradfahrer Jörg Ludewig (2000 -2004) und Michael Rich (1997 – 1998) für das Saeco Radteam an den Start.

Auch heute ist der Unternehmenssitz noch in Gaggio Monano bei Bologna

Das Unternehmen geriet 2004 in finanzielle Schwierigkeiten, als es von einem Finanzinvestor gekauft wurde. Schätzungen von Finanzfachleuten zufolge lag der Wert des Unternehmens noch bei rund 750 Millionen US-Dollar, als 2009 schließlich das niederländische Konzern Phillips das Unternehmen aufkaufte, betrug der von Experten taxierte Wert noch rund 200 Millionen. In den folgenden Jahren wurde das Unternehmen saniert. Eine Zeitlang verkaufte es seine Produkte unter dem Namen „Phillips Saeco“, seit 2015 allerdings wieder unter dem alleinigen Namen Saeco.

Seiner Heimat in der Emilia Romangna ist Saeco über all die Jahre allerdings treu geblieben. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich noch immer in der 4.000 Einwohnerstadt Gaggio Monano in der Nähe von Bolgona.

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