Um als StartUp noch aufzufallen, muss man sich heute schon etwas einfallen lassen. Zum Beispiel Kaffeebohnen im Weltraum zu rösten.

Als wir auf die Space Roasters gestoßen sind, haben wir uns zugegebenermaßen zuerst schon gefragt, ob sich dahinter nicht ein Marketing-Gag oder ein Fake verbirgt. Aber die drei Gründer meinen es wohl tatsächlich ernst mit ihrer Idee Kaffeebohnen in den Weltraum zu schicken.

Dabei plant Space Roasters eine Weltraumkapsel gefüllt mit Rohkaffee per Rakete ins All zu schießen. Natürlich sollen die Kaffeebohnen nicht einfach nur eine Zeit lang im Weltraum verbringen, um dann so wie sie die Erde verlassen haben auch wieder zurückzukehren. Die Weltraumkapsel von Space Roast soll defacto ein Kaffeeröster sein. Und für die notwendige Hitze soll der Wiedereintritt in die Erde sorgen.

Kaffee beim Wiedereintritt in die Atmosphäre rösten

Die beiden Gründer können immerhin beide einen Master in Weltraumwissenschaften aufweisen, sind also durchaus vom Fache. Seine Heimat hat Space Roasters übrigens in Dubai gefunden, dadurch dürfte wohl auch für die ein oder andere Finanzspritze gesorgt sein. In knapp einer Woche nimmt das StartUp auf seiner Webseite erste Reservierungen an.

Es stellt sich aber natürlich trotzdem die Frage, ob es sich bei dieser Idee jetzt um einen genialen Einfall handelt – oder doch nur um eine Schnapsidee. Welchen Vorteil etwa brächte diese Röstmethode wirklich? Die Macher sprechen unteranderem von einer durch die bei Eintritt in die Erdatmosphäre freigegeben Hitze, die sich besonders gleichmäßig verteilen soll. Und da in der Schwerelosigkeit die Kaffeebohnen während des Röstvorgangs schonender behandelt würden, ließe sich sicher ein spürbarer geschmacklicher Unterschied feststellen.

Was eine Tasse Espresso aus im Weltall gerösteten Kaffeebohnen dann allerdings kosten wird, darüber hüllen sich die Gründer noch in Schweigen. Wahrscheinlich hätte dieser Kaffee aber gute Möglichkeiten zum teuersten Kaffee der Welt aufzusteigen.


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