Kondensmilch wird hierzulande gerne einfach in den Kaffee gekippt, andernorts ist man da kreativer.

Anfang des 19. Jahrhundert gelang es dem Franzosen Nicolas Appert Milch länger haltbar zu machen, in dem er sie mit Zucker eindickte. Durchgesetzt hat sich die Kondensmilch allerdings erst Mitte des 19. Jahrhunderts, als man in den USA damit begann sie industriell herzustellen. 1885 schließlich entwickelte man dort das Produkt weiter und konnte Kondensmilch auch zuckerfrei herstellen.

Viele werden die Kondensmilch vor allem im Zusammenhang mit klassischem Filterkaffee kennen. Neben der Kaffeesahne ist die bearbeitete Milch, der durch Kondensieren Wasser entzogen wird, gerade in Deutschland gefragt.

Die Kombination Kaffee und Kondensmilch ist allerdings nicht nur bei uns beliebt, auch wenn man weltweit betrachtet etwas kreativer zu sein scheint, als damit nur den Kaffee weißen zu wollen.

Café bombón und Barraquito aus Spanien

Mee Kaffee BIO Espresso 1000g

Mee Kaffee BIO Espresso (1.000 g)

Der perfekte Espresso für Ihren Café bombón oder Barraquito

Zwei beliebte Kaffeespezialitäten dazu kommen zum Beispiel aus Spanien, der Café bombón und der Barraquito. Der Café bombón ist schnell zubereitet, wenn er auch ein wenig Geschick erfordert. Am besten benutzt man ein Glas, um auch die optische Wirkung erleben zu können. Zuerst wird die gezuckerte Kondensmilch in das Glas gegossen, so das sie gut einen Zentimeter hoch steht. Darüber gießt man vorsichtig den frisch aufgebrühten Espresso, so das die beiden Schichten voneinander getrennt bleiben. Ob man diese später noch vermischt, bleibt jedem selbst überlassen.

Der Barraquito ist schon etwas anspruchsvoller, macht dafür aber optisch und geschmacklich noch einiges mehr her. Zuerst wird auch hier die gezuckerte Kondensmilch in das Glas gegeben, je nach Größe zwischen 4 und 8 Esslöffel. Traditionell folgen jetzt rund 2 cl 43, ein bekannter spanischer Likör. Er vermischt sich teilweise mit der Kondensmilch, wird aber auch zur Zwischenschicht zum darauffolgenden Espresso. Dem Espresso wiederum folgt eine rund zwei Finger breite Schicht warme Milch, diese wiederum wird mit frischem Milchschaum gekrönt.

Vietnamesischer Kaffee – kalt oder heiß

Vietnam: Klassische Zubereitung mit Tassenfilter aus Metall
Vietnam: Klassische Zubereitung mit Tassenfilter aus Metall

Bekannt für seinen Anteil an Kondensmilch ist auch vietnamesischer Kaffee, der sowohl heiß wie auch kalt getrunken wird. Mit einem Ca Phe Sua Da bestellt man einen Eiskaffee, bevorzugt man jedoch die heiße Variante, sollte man einen Ca Phe Den Nong ordern.

Auch bei diesem Rezept wird zuerst die gezuckerte Kondensmilch ins Glas gegossen. Je nach Glas sollte man mit rund 250 ml rechnen. Zur weiteren Zubereitung verwendet man in Vietnam traditionell einen sogenannten Tassenfilter aus Metall. Dieser kann einfach auf das Glas gesetzt, mit Kaffeepulver gefüllt und dann mit heißem Wasser übergossen werden. Dann kann man ihn entweder heiß genießen, oder wartet ab und gibt noch ein paar Eiswürfel hinein.


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