Ist Ihnen Kaffee zu bitter? Gerade seine Bitterstoffe unterstützen aber unsere Abwehrkräfte gegen Infektionskrankheiten.

Kaffee ist bei den Deutschen beliebt wie eh und je, noch vor Mineralwasser oder Bier ist er hierzulande das absolute Lieblingsgetränk. Über 165 Liter Kaffee soll jeder Deutsche angeblich jährlich trinken. Daran hat auch die Coronapandemie nichts geändert, in der viele Menschen ins Homeoffice gingen und die Gastronomie zeitweise komplett schließen musste. Statt am Arbeitsplatz oder im Café trank man seinen Kaffee jetzt eben zuhause.

Kaffee wirkt sich vielfach positiv auf die Gesundheit aus

Die beiden häufigsten Gründe für den anhaltend hohen Kaffeekonsum dürfte wohl auch in der Pandemie der schlichte Genuss einer guten Tasse Kaffee sein – und seine belebende Wirkung. Kaffee gilt als Muntermacher, wobei Kaffee uns streng genommen nicht munterer macht, sondern nur die Müdigkeit unterdrückt. Solche Details dürften den durchschnittlichen Kaffeetrinker allerdings kaum interessieren. Ganz genau angesehen haben sich die Wirkung von Kaffee aber immer wieder Wissenschaftler weltweit. Zahlreiche Studien belegen inzwischen eine – meist – positive Wirkung von Kaffee auf den menschlichen Körper. In aller Regel ist es sein Hauptwirkstoff Koffein, der sich auf die menschliche Gesundheit auswirkt.

In einem aktuellen Fall sind aber die im Kaffee enthaltenden Bitterstoffe ins Visier der Wissenschaft geraten. Forscher in Shanghai stellten jetzt fest, dass Kaffee sogar nützlich im Kampf gegen das Coronavirus ist. Zwar verhindert er nicht das Risiko sich zu infizieren, könnte es aber doch senken machen. Die chinesischen Forscher stellten fest, das spezielle Typ-2-Geschmacksrezeptoren der Zunge eine Rolle beim Aufbau von Abwehrkräften gegen Infektionskrankheiten spielen. Die im Kaffee enthaltenen Bitterstoffe aktivieren diese speziellen Geschmacksrezeptoren und stärken damit die Abwehrkraft des Betroffenen gegen durch Bakterien, Viren oder Parasiten ausgelösten Infektionskrankheiten.

Alte Kaffeemythen widerlegt

„Man weiß schon seit einiger Zeit, dass Bitterstoffe im Kaffee dem Körper guttun“, berichtet Professor Dr. Vormann, Ernährungswissenschaftler am Institut für Prävention und Ernährung in Ismaning laut einem Bericht bei Presseportal, „Aus wissenschaftlich-medizinischer Sicht ist Kaffee die positive Überraschung der letzten Jahre.“ Dabei weist er nicht nur auf die Erkenntnisse aus China hin, sondern auch auf die durch Studien belegte positive Wirkung bei Typ-2-Diabetes, Alzheimer und Leberkrebs.

Vormann betont ebenfalls, dass inzwischen ein weiteres Gerücht über eine angeblich negative Wirkung des Kaffees widerlegt wurde. Aufgrund der im Kaffee enthaltenen Säuren stand das Getränk lange im Verdacht zu übersäuern. Inzwischen geht man aber davon aus, dass Kaffee leicht basisch abgebaut wird. Kaffee kann also sogar dabei helfen einer Übersäuerung im Magen vorzubeugen, in dem es andere sauer wirkende Lebensmittel kompensiert.


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