Italienische Ingenieure haben ein Verfahren entwickelt, bei dem Kaffee allein durch Sonnenstrahlen geröstet wird.

Der Nachrichtensender Euro News berichtet über eine Kaffeerösttrommel, die allein durch Solarenergie angetrieben wird. Sechs Jahre, so der Sender, hätten die italienischen Ingenieure von PuroSole gebraucht, um die Apparatur zu entwickeln, die ohne zusätzliche externe Energie auskommt.

Für die notwendige Energie sorgen 80 Solarpanelen. Für einen Röstzeitraum zwischen fünf und 20 Minuten, braucht es allerdings eine Sonnenintensität zwischen zwei und acht Megalux benötigt. Das entspricht der 25- bis 100-fachen Sonnenintensität, die ein durchschnittlicher klarer Tag erreicht. Die Ingenieure mussten sich also etwas einfallen lassen, um die notwendige Energie dennoch erzeugen zu können.

Direkte Röstung der Kaffeebohnen möglich

Um dies zu erreichen werden einzelne kleine Spiegel, etwa in der Größe der Rösttrommel, zu sogenannten Heliostaten zusammengefügt. Diese lassen sich dann individuell so bewegen, dass sie sich den Sonnenstandsveränderungen anpassen lassen. Sie folgen also quasi dem Lauf der Sonne, um möglichst die maximale Sonnenstrahlung aufzufangen. Von einer gewissen Wetterabhängigkeit ist der Kaffeeröster allerdings damit nicht gefeit, bei Regentagen kann entsprechend kein Kaffee geröstet werden.

Wenn die Sonne aber scheint, versprechen die Tüftler aus Italien auch noch Vorteile über den ökologischen Aspekt hinaus. Die Kaffeebohnen würden bei diesem Verfahren direkt durch die Bestrahlung mit Sonnenlicht geröstet. Bei herkömmlichen Röstverfahren geschieht die Röstung indirekt, indem die Trommel erhitzt wird, die wiederum die Luft innerhalb der Trommel erhitzt, welch schließlich die Kaffeebohnen röstet. Die direkte Methode, so die Italiener, ermögliche eine weit gleichmäßigere und einheitliche Röstung der Kaffeebohnen.


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