Echte Kaffeeliebhaber verzichten auch im Sommer nicht auf ihren Espresso. Mit diesen Kaffeeröstungen schmeckt er besonders gut.

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Auch im Sommer muss es nicht immer ein Cold Brew oder Nitro Coffee sein. Streng genommen sind zu kalte Getränke bei hohen Temperaturen ohnehin nicht empfehlenswert, weil der Körper zu viel kostbare Energie zum Temperaturausgleich aufbringen muss. Sicher, das heißt im Gegenzug nicht, dass man statt einem eisgekühlten Cocktail jetzt eine heiße Tasse Kaffee trinken sollte, aber auch im Sommer will der wahre Kaffeefreund nicht auf seine gewohnte Köstlichkeit verzichten.

Wir haben vier verschiedene Kaffeeröstungen einmal genauer unter die Lupe genommen, die zum Beispiel aufgrund ihres Geschmacksprofils recht gut in die heiße Jahreszeit passen. Dabei haben wir absichtlich keine für die Cold Brew-Zubereitung spezialisierte Röstung gewählt. Wer daran Interesse hat, dem empfehlen wir den Cold Brew Coffee Malawi und Cold Brew Coffee Peru, beide von der Kaffeerösterei Mee Kaffee, die auch einen Kaffee in unserem Testsortiment stellt.


Unsere Test-Kandidaten

Marese Black Beauty

Der Marese Black Beauty sticht aus dem Teilnehmerfeld gleich ein wenig hervor. Er ist intensiver als die drei anderen Kaffees und sicher auch der am dunkelsten Geröstete. Die gelungene 50/50 Arabica-Robusta-Mischung wurde mit Kaffeebohnen aus Indien und dem afrikanischen Binnenstaat Malawi kombiniert. Gerade der lehmige, aber an Mineralien reiche Vulkanboden des kleinen afrikanischen Staates hat in den letzten Jahren immer mehr Kaffeekenner von den von dort stammenden Arabicakaffeebohnen überzeugt. Gemeinsam mit den aus Indien, das eben nicht nur ein typisches Tee-Land ist, stammenden Anteilen bringt der Marese Black Beauty eine intensive aber mit einer erfrischenden Zitrusnote versehenen Tasse Kaffee hervor. Aufgrund der dunklen Röstung ist er genauso die Grundlage für einen hervorragenden Espresso. Neben der Zitrusnote ist es übrigens besonders die rauchige Note im Geschmacksprofil des Black Beauty, die diesen Manufakturkaffee zu einem idealen Begleiter für das morgendliche Kaffeeritual am Lagerfeuer des Zeltlagers macht, oder sich anbietet, einen gelungenen Grillabend mit einer Tasse Kaffee abzuschließen.

Hagen Wiener Kaffeehausmischung

Das Kaffeehaus Hagen kann auf eine über 80jährige Geschichte zurückblicken, vor allem aber ein landesweit bei Kennern geschätztes Angebot an unterschiedlichen Kaffeeröstungen verweisen. Die Wiener Kaffeehausmischung von Hagen ergibt eine sommerlich leichte Tasse, der es dennoch nicht an prägenden Geschmacksnoten fehlt. Ihr Geschmack beruht auf 100% Arabicakaffee aus Mittel- und Südamerika. Nur mit dezenter Säure, dafür aber mit einem Geschmack an Milchschokolade und angenehmer Süße ausgestattet, eignet sich diese Kaffeeröstung nicht nur für die Zubereitung im Kaffeevollautomaten, sondern auch als Filterkaffee oder French Press. So lässt sich dieses „Kaffeehaus“ auch problemlos in den Urlaub mitnehmen, auch wenn zum Beispiel im gebuchten Ferienhaus kein Vollautomat zur Verfügung steht.

Mee Kaffee Indien Monsooned Malabar

Dieser Kaffee entführt Sie auf eine Reise in die exotische Welt des indischen Subkontinenten. Monsooning nennt sich eine spezielle Trockenmethode frischer Kaffeekirschen, die so nur an der indischen Malabarküste praktiziert wird. Kaffeefarmer vor Ort verfeinern ihre Kaffeebohnen mit Geschmäckern, für die einst eine Fahrt mit dem Segelschiff über lange Wochen sorgte. Die Verfahren geben dem Kaffee eine so charakteristische Note, dass Monsooned Coffee schon lange eine feste Größe unter den Spezialitätenkaffees geworden ist.  Das Geschmacksprofil des Mee Kaffee Indien Monsooned Malabar aus Walnuss und Kakao macht einen kräftigen Eindruck in der Tasse, ohne dabei aber zu intensiv zu sein. Der äußerst geringe Säureanteil sorgt dafür, dass sich auch Kaffeetrinker mit empfindlicheren Mägen auf diese kleine Reise nach Indien machen können. Trotz seiner etwas helleren Röstung, typisch für Monsooned Malabar, lässt sich auch diese Kaffeeröstung von Mee Kaffee hervorragend als Espresso zubereiten.

Mäder Grand de Luxe

Österreich ist nicht unser einziger südlicher Nachbar mit großer Kaffeetradition, auch Kaffeeröstungen aus der Schweiz haben sich international längst einen hervorragenden Ruf erworben. Dafür steht etwa die Kaffeerösterei Mäder, die mit ihrem Schmüli Kaffee, der Schweizer Variante des Café Creme, Mäder Grand de Luxe die vierte Röstung im Test beisteuert. Die milde Kaffeeröstung glänzt durch feine Säuren und einem runden Geschmack mit feinem Abgang in der Tasse. Ein leichtbekömmlicher Kaffee, zusammengestellt aus den unterschiedlichsten Anbaugebieten innerhalb des Kaffeegürtels. Ein Tipp für Kaffeefreunde, die es betont klassisch bevorzugen und keine großen Geschmacksexperimente eingehen wollen.  

Der schnelle Überblick

Geteste Kaffeeröstungen in der Übersicht.
Die Kaffeeröstungen in der Übersicht

Der Gewinner

Ein Sommerkaffee kann sich durch viele Aspekte auszeichnen. Durch seine Bekömmlichkeit, frische Fruchtigkeit, durch sein Angebot den Kaffeetrinker auf eine kleine Reise in die Ferne mitzunehmen. Unser Gewinner bietet das Komplettpaket: der Marese Black Beauty.

Allzu sommerliche Temperaturen können vielen Menschen sprichwörtlich auf den Magen schlagen. Mit seinem geringen Säuregehalt und der guten Bekömmlichkeit bietet der Marese Black Beauty somit schon einmal beste Grundvoraussetzungen für einen gelungenen Sommerkaffee. Als Espresso genossen ist er der perfekte Weg die durch hohe Temperaturen auftretende Müdigkeit zu vertreiben. Verbunden mit einer erfrischenden Zitrusnote, die neben der Zartbitterschokolade den Geschmack der Tasse prägt. Beides vereint durch ein rauchiges Aroma, das eine Spur von Abenteuerurlaub in jede Tasse bringt.

>>> zum Testgewinner <<<

Der Extra-Tipp

Übrigens, das kräftige Aroma prädestiniert den Marese Black Beauty auch als Grundlage für sommerliche Eiskaffees. Die Redaktion empfiehlt ihn als idealen Ausgangspunkt für einen erfrischenden Iced Latte. Dazu einfach einen oder zwei Espresso frisch zubereiten und in ein Latte macchiato-Glas mit gekühlter Milch geben. Ein paar Eiswürfel dazu. Fertig. (Tipp: Warten Sie nicht bis der Espresso abgekühlt ist. Er verändert dabei seinen Geschmack und wird für viele zu bitter.)


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