Siebträger in der Gastronomie vereinen erstklassigen Kaffee mit unwiderstehlichem Design. Wir haben uns 3 Einsteigermodelle für Sie genauer angesehen.


Die drei Gastro-Siebträger im Test:


Wer in mit einem Siebträger in seinem Gastronomiebetrieb arbeitet, sollte das nicht hinter verschlossenen Türen tun. Siebträger bringen schon allein durch ihrer bloßen Optik ein Stück italienischen Kaffeeflair in jede Bar, Restaurant oder Café. Ein Eindruck, der sich bei Ihren Gästen noch einmal verstärken wird, sobald der Barista ans Werk geht. Mit sicherer Hand füllt er den Filterträger mit dem duftenden frisch gemahlenen Kaffeepulver. Er greift zum Tamper, umschließt den Griff aus edlem Holz – oder Metall, je nach Belieben – fest in seiner Hand, und presst das Kaffeepulver gekonnt zusammen. So verdichtet wird es später dazu beitragen, dass das heiße Wasser all die vielfältigen Kaffeearomen aufnehmen kann, die bereits in der frisch geernteten Kaffeekirsche angelegt waren und durch die gekonnte Kunst des Kaffeerösters hervorgebracht wurden. Nun spannt der Barista den Filterträger in die Espressomaschine ein, und unter Zischen und Dampfen beginnt der Siebträger seine Arbeit zu tun. Bald beginnt der erste Kaffee in die darunter positionierte Tasse zu fließen. Erst ein paar Tropfen, dann in einem regelmäßigen Fluss. So lange, bis eine einzigartige Crema die Espressokreation abschließt und der Gast, nachdem er bereits dem Schauspiel der Entstehung genießerisch beigewohnte, den Espresso genussvoll Schluck für Schluck zu trinken beginnt.

Eigentlich gibt es keine Gründe Ihren Gästen all das vorzuenthalten. Das Kunsthandwerk des Baristas kann man erlernen, und professionelle Siebträger für den Einsatz in der Gastronomie sind oft gar nicht so kostspielig, wie Sie vielleicht glauben.

Wir haben uns drei Siebträger von drei unterschiedlichen Herstellern etwas genauer angesehen. Je nach Ausstattung sind alle drei Modelle gerade für Einsteiger geeignet, die gleichzeitig aber von Beginn an das volle Potential eines Siebträgers ausschöpfen möchten.

Rocket Espresso: Boxer A2 Alto (mit Timer)

Rocket Espresso: Boxer A2 Alto (mit Timer)
Rocket Espresso: Boxer A2 Alto (mit Timer)

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Dosierautomatik und Shot-Timer für gleichbleibende Qualität
  • Zuverlässige und leistungsstarke Rotationspumpe
  • Langlebiges Drehventil
  • Festwasserbetrieb
  • Thermosyphon System-Wärmetauscher
  • Gefertigt aus hochwertigem Edelstahl

Die perfekte Kombination zwischen Technologie und Design zeichnet nicht nur die Boxer A2 Alto aus, sondern kann durchaus als Merkmal für alle Siebträger von Rocket Espresso Milano gelten. Technologisch überzeugend ist in diesem Fall vor allem die Art und Weise der Heißwasserzubereitung für den Espresso. Um die optimale Brühtemperatur zu erreichen, wird Kaltwasser beigemischt. Gleichzeitig sorgt die Steuerung der Füllmenge des Boilers für eine für die Qualität des späteren Espresso unabdingbare Stabilität der Brühtemperatur.

Aber auch optisch kann der mit zwei Brühgruppen ausgestattete Siebträger überzeugen. Das typische italienische Design wird schnell zum Mittelpunkt jedes Cafés oder jeder Bar. Und das obwohl die Rocket Espresso A2 Alto mit ihren Maßen von 63 x 48 x 47,1 cm (B/H/T) zu den kompakten Gastronomie-Siebträgern gehört.

Dank des Shot Timers ist die Bedienung denkbar einfach. Der Barista hat die Mengen dank der über der Brühgruppe angebrachten Knöpfe immer im Griff. Wahlweise stehen Short Shot, Double Short Shot, Long Shot, Double Long Shot und Heißwasserausgabe zur Verfügung. Auch das Aufschäumen von Milch ist dank der rechts und links angebrachten Dampflanzen kein Problem.

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Wega: Polaris EVD

Wega: Polaris EVD
Wega: Polaris EVD

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • vier programmierbare Kaffeemengen pro Brühgruppe
  • eine programmierbare Wasserentnahme
  • zuverlässige und leistungsstarke Rotationspumpe
  • automatischer Spülgang der Brühgruppen
  • eine Beleuchtung der Außenseiten mit LED
  • Wasserversorgung über Tank

Die Wega Polaris EVD gibt es in unterschiedlichen Varianten. Je nach Bedarf kann man zwischen einem Model mit einer, zwei oder drei Brühgruppen wählen. Außerdem ist dieser Siebträger mit Schwarz, Chrom und Trophybraun in drei unterschiedlichen Farbvarianten verfügbar. Damit hat sich die in den Siebträger gesteckte Designkunst der Siebträgermanufaktur aus Treviso allerdings noch nicht erschöpft. Alle Varianten punkten optisch durch eine LED-Beleuchtung der Außenseite. Bei den größeren Modellen mit zwei bzw. drei Brühgruppen verfügt auch die Arbeitsfläche über eine LED-Beleuchtung.

Ihre Wasserversorgung regelt die Polaris EVD über den integrierten Wassertank. Im kleinsten, eingruppigen Modell, fasst dieser 5 Liter, steigert sich bei der dreigruppigen Variante aber schon auf 17 Liter. Der Barista dürfte einen Festwasseranschluss also nicht vermissen, sondern kann ganz die Flexibilität durch den Wassertank auskosten.

Statt fest vorgeschriebener Mengen ermöglicht es die Wega Polaris je Brühgruppe vier unterschiedliche Wassermengen zu programmieren. Für die Zubereitung von Kaffeespezialitäten mit Milch ist eine stabile Milchlanze integriert, um die Milch mit heißem Dampf perfekt aufzuschäumen. Die mehrgruppigen Modelle verfügen über zwei Milchlanzen.

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ECM: Barista

ECM Barista
ECM Barista

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • hochwertige ECM Brühgruppen mit innovativen Edelstahlbrühglocken
  • automatisches Reinigungsprogramm der Brühgruppen
  • automatische Dosierung von 4 Tassenfüllmengen
  • zuverlässige und leistungsstarke Built-in Rotationspumpe
  • Doppelmanometer zur Anzeige von Kessel- und Pumpendruck
  • zuschaltbare, elektronisch gesteuerte Preinfusion

Auch die ECM Barista gibt es in unterschiedlichen Varianten. Wahlweise mit zwei oder drei Brühgruppen. Während Rocket Espresso Milano und Wega rein italienische Hersteller sind, verbirgt sich hinter ECM Qualität Made in Germany. Ausgestattet mit hochwertigen ECM Brühgruppen mit innovativer Edelstahlbrühglocken kann die ECM Barista durch ihre modernste Technik besonders stark punkten. Zweifellos wird man aber auch im Design kaum Kritikpunkte finden. Sie mag ein wenig nüchterner daherkommen, hat aber die klassischen Formen einer typischen italienischen Espressomaschine.

Das Herz der ECM Barista ist eine ausgereifte Rotationspumpe, mit einem Kesselvolumen von 14 Litern ist für einen reibungslosen Betrieb im Café oder Restaurant gesorgt. Ein nicht zu unterschätzendes Extra ist die passiv beheizte Tassenablage auf dem Siebträger. Ein Plus für den Kaffeegeschmack ist die zuschaltbare elektronisch gesteuerte Preinfusion, die durch das Anfeuchten des frisch gemahlenen Kaffeepulvers die Aromavielfalt des Espresso oder Café Creme noch einmal zusätzlich steigert.

Auch der ECM Siebträger erleichtert dem Barista die Bedienung durch vier vorgegebene Shot-/Wassermengen, sowie einer Heißwasserausgabe. Zwei jeweils mit einem einfachen Drehschalter zu bedienende Dampflanzen sorgen zuverlässig für heißen Dampf zur Zubereitung von erstklassigen Milchschaum.

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Fazit:

Wer sprichwörtlich klein anfangen will ist sicher mit der Polaris EVD mit einer Brühgruppe hervorragend bedient. Erfahrungsgemäß sollte man allerdings im Gastronomiebereich eher auf Siebträger setzen, die bereits über zwei Brühgruppen verfügen. Eine Leistungsvoraussetzung, die in unserem Vergleich alle Siebträger erfüllen.

Optisch spielen die Rocket Espresso Boxer und die ECM Barista in der gleichen Liga und überzeugen durch ihr klassisches Design, während sich die Wega Polaris dank der LED-Beleuchtung davon absetzt und ganz andere optische Schwerpunkte setzen kann. In Fragen der Bedienbarkeit nehmen sich die drei Siebträger nichts, vielleicht mit einem kleinen Vorteil für die Polaris wegen der Programmierbarkeit der Shots. Die Preinfusionstechnik der ECM Barista erleichtert es das gewisse Extra an Aromen aus dem Kaffee zu kitzeln, dafür dürfte die Rocket Espresso Boxer A2 Alto durch ihre ausgeklügelte Technik der Erzeugung der perfekten Brühtemperatur punkten.


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