Egal ob aus Stahl oder Keramik, nach einer gewissen Einsatzzeit müssen die Mahlwerkscheiben einer Espressomühle ausgetauscht werden.

Bei der Entscheidung zwischen einer Espressomühle mit Kegelmahlwerk oder Scheibenmahlwerk, spielt die Verwendung eine wesentliche Rolle. Für den professionellen Einsatz in der Gastronomie etwa kommen eigentlich nur noch Scheibenmahlwerke in Frage. Und auch wer einen hochwertigen Siebträger sein eigen nennt, sollte an dieser Stelle nicht am falschen Ende sparen.

Scheibenmahlwerke sind inzwischen die verbreitetsten Mahlwerke, sowohl im privaten, wie auch gastronomischen Bereich. Das Mahlwerk besteht aus zwei innen konkav geformten aufeinanderliegenden Scheiben, die an den Außenrändern so gebogen sind, dass sie sich aneinander annähern. Eine der beiden Scheiben wird von einem Elektromotor angetrieben und beginnt sich zu drehen, während die zweite Scheibe stillsteht. Die Kaffeebohnen werden zwischen diesen beiden Scheiben immer wieder gebrochen und zerkleinert. Durch die Fliehkraft wandern die Bohnenstücke von Innen nach Außen, durch den immer enger werdenden freien Raum, werden sie dabei immer weiter zerkleinert, bis sie schließlich als Kaffeepulver herausgeschleudert werden.

Wie tausche ich eine Mahlscheibe aus?

  1. Bohnenbehälter abnehmen
  2. Lösen Sie die drei Schrauben am Zahnradkranz und legen Sie diesen bei Seite.
  3. Lösen Sie die Schrauben mit denen die Mahlscheiben befestigt sind und tauschen Sie diese mit den neuen Mahlscheiben.
  4. Verschrauben Sie die Mahlscheiben und den Zahnradkranz wieder
  5. Setzen Sie den Bohnenbehälter wieder auf die Mühle.
  6. Fertig ist der Wechsel.

Bei hochwertigen Espressomühlen kann der Abstand zwischen diesen beiden Scheiben angepasst werden. Dadurch kommen unterschiedliche Mahlgrade zusammen.


Übrigens: Strenggenommen ist das sogenannte Kegelmahlwerk lediglich eine Abwandlung des Scheibenmahlwerkes. Anstatt der zwei Scheiben, wird hier stattdessen ein Kegel verwendet. Mehr zu diesem Thema können Sie im KaffeeWiki lesen.


Beispiel eines Mahlscheiben-Sets aus Stahl (Set Mazzer Mini – 39,30 Euro)

In der Regel sind die Mahlscheiben aus einer Stahllegierung. Das Material kann durch seine Stabilität und Qualität punkten. Noch immer schwören viele Espressokenner auf Kaffeemühlen mit Stahlscheiben. Es gibt jedoch auch den ein oder anderen Nachteil, so nutzt sich etwa selbst Stahl nach einiger Zeit ab. Mahlscheiben aus Keramik konnten dennoch in Sachen Qualität lange nicht mithalten. Inzwischen können die Scheiben aber so präzise angefertigt werden, dass sie mit den Stahlvarianten vergleichbar sind und einige Vorteile aufweisen.

Sie zeichnen sich durch eine hohe Verschleißfestigkeit aus, haben keinen Einfluss auf den Kaffeegeschmack und werden deutlich langsamer heiß, als die Stahlvariante. Und am Ende sind Keramikscheiben auch günstiger in.

Sind die Mahlscheiben aus Keramik jedoch einmal stumpf, bleibt nur die Möglichkeit sie auszutauschen und durch neue Stücke zu ersetzen. Stahlscheiben hingegen können mehrfach geschliffen werden, ehe sie ersetzt werden müssen. Der Vorgang kann oft auch vom Besitzer selbst durchgeführt werden.