Kaffee aus Madagaskar gilt qualitativ eher als durchschnittlich, doch jetzt könnte ausgerechnet einer der teuersten Kaffees der Welt von dort kommen.

Der Großteil des aus Madagaskar stammenden Kaffee besteht aus Robusta-Kaffeebohnen, die zum Auffüllen von Mischungen genutzt oder zu Instant-Kaffee verarbeitet werden. Eine der wenigen Ausnahmen wird in der zentral gelegenen Region Itasy angebaut, der durch Vulkanaktivitäten nährstoffreiche Boden dort, lässt mit dem Bourbon-Pointu-Kaffee einen international beliebten Spezialitätenkaffee wachsen. Der Kaffee ist allerdings nicht nur bei Menschen beliebt, auch die dort heimischen Fledermäuse scheinen die Kaffeekirschen zu schätzen.

Die New York Times berichtete jetzt über eine ganz spezielle Verarbeitung der Kaffeekirschen: Die Fledermäuse begnügen sich mit dem Fruchtfleisch der Kaffeekirsche und spucken den Kern, also die Kaffeebohne wieder aus. Speichelflüsse und dadurch ausgelöste Reaktionen, zum Beispiel mit der Luft, sollen dem Kaffee dann einen besonders weichen Geschmack geben. Ein Geschmack der seinen Preis hat. Denn schon der ungekaute Bourbon-Pointu-Kaffee erzielt Preis von um die 200 Euro/kg. Rund zwei Tonen dieses ganz speziellen Kaffees sollen in diesem Jahr auf den Markt kommen, im kommenden Jahr will man diese Menge allerdings bereits verzehnfachen. Jemand scheint auf den Geschmack gekommen zu sein.