Wer Kaffee trinkt, trinkt oft mehr als nur eine Tasse im Jahr – und er bevorzugt noch immer Milch und Zucker in seinen Kaffee.

Sie trinken gerne Kaffee? Dann ist zumindest statistisch gesehen die Chance groß, dass Sie sogar täglich mehrmals zum Kaffee greifen. Auch in diesem Jahr stellte der Tchibo Kaffeereport Kaffeetrinkern in ganz Deutschland die Frage, in welchen Abständen und wie häufig sie zu einer Tasse Kaffee greifen würden. Und für die überwiegende Mehrheit gehört die Tasse Kaffee einfach zum Tag dazu. Mit 89,2% stieg der Anteil jener, die täglich Kaffee tranken sogar noch einmal leicht um 0,1%. Und dabei bleibt es auch nicht bei einer Tasse: 3,3 Tassen trinkt der Deutsche im Schnitt am Tag. Mit 3,7 Tassen täglich liegen dabei die Niedersachsen und Saarländer vorn, während man sich in Baden-Württemberg, Sachsen und Berlin mit nur 3,0 Tassen zufriedengibt. Und dass, obwohl gerade Berlin seit Jahren auch als hippe Kaffeehauptstadt des Landes gilt, wo Röstereien und Baristi schwungvoll auf der Third Wave surfen. Dabei sind es übrigens vor allem die Jungen, die den Schnitt vielerorts nach unten treiben. Mit 1,9 Tassen täglich begnügen sich die 18- bis 21-Jährigen noch mit dem wenigsten Kaffee.

Vielen schmeckte der erste Kaffee gar nicht

Vielleicht ist bei ihnen aber auch nur die Erinnerung an den ersten Kaffee noch wacher? Denn die Erinnerungen an die erste Tasse sind nicht immer positiv. Danach befragt, wie ihnen denn der erste Kaffee im Leben geschmeckt habe, antworteten nur rund ein Viertel der Befragten mit einem „er schmeckte mir gut“. Fast 30% war er schlicht zu bitter, 38% geben sogar an, ihn postwendend wieder ausgespuckt zu haben.

Die meisten scheinen sich später aber doch eines Besseren besonnen zu haben, sonst würde Kaffee nicht beständig seine Top-Platzierung in der Liste der beliebtesten Getränke der Deutschen verteidigen. Die Zugabe von Zucker, Milch & Co. dürfte dabei einiges beigetragen haben. Auch 2022 wollte der Tchibo Kaffeereport wieder wissen, was die Deutschen in ihren Kaffee geben. Und auch in diesem Jahr blieb mit rund 21% die Fraktion jener, die ihren Kaffee schlicht schwarz trinken, in der Minderheit.

Deutsche bleiben Milch und Zucker treu

Trends hin oder her, die meisten Deutschen bleiben auch 2022 der klassischen Milch treu. Ein Drittel gibt Vollmilch, ein Viertel fettarme Milch in seinen Kaffee. Immerhin noch 8% greifen zur Hafermilch, der beliebtesten Ersatzmilch. Zwar gaben in der Umfrage auch über die Hälfte der Befragten an, sich vorstellen zu können auch Milchersatzprodukte in den Kaffee zu geben – doch solange Kuhmilch angeboten wird, scheinen die meisten von Hafer-, Mandel-, Soja- oder Kokosmilch keinen Gebrauch zu machen. Und auch beim Süßen mögen es die Deutschen nach wie vor klassisch, Zucker und Süßstoffe sind für sie noch immer die erste Wahl.

Der deutsche Kaffeetrinker liebt es eben traditionell. So konnte der Filterkaffee, trotz über die Jahre abnehmender Beliebtheit, seine Platz als die häufigste Zubereitungsmethode erneut verteidigen. Neue Kaffeetrends haben es unterdessen schwer. Zwar nimmt inzwischen fast jeder zweite Kaffeekonsument wahr, dass es jenseits der großen Kaffeemarken und ihren Werbebudgets inzwischen unzählige kleine Röstereien gibt. Die jährlich durch die Kaffeeszene und Social Media bekannt gemachten Kaffeetrends verfangen sich bei der Mehrheit der Deutschen allerdings eher weniger. Dalgona Kaffee, der große Trend 2021, Espresso Tonic oder Bullet Proof Coffee sind eher etwas für Fans. Eine Ausnahme bildet der Cold Brew Coffee, ihn kennen fast 30% der Befragten. Besonders beliebt ist er in der Altersgruppe 18 bis 35 Jahre.


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