Deutschland ist für die Deutschen noch immer Reiseziel Nr. 1. Vielleicht auch, weil ihnen hier der Kaffee am besten schmeckt.

Unsere Rückschau auf die Kaffeeszene befasst sich diesmal nicht nur mit den Kaffeevorlieben der Deutschen im Urlaub, sondern stellt auch eine neue Startup-Idee vor, die das Müllproblem bei Coffee-to-go beenden möchte. Und wir sagen Ihnen, warum sie vielleicht nicht direkt vor dem Einkaufen einen Espresso genießen sollten – aber sonst natürlich zu jedem Zeitpunkt.

Unser Themen:

Deutsche trinken Kaffee am liebsten im eigenen Land

In den ersten Bundesländern haben die Sommerferien begonnen und mit ihnen die großen Reisewellen. Wenn man den Zahlen des neuesten Tchibo Kaffeereports glauben soll, bedeutet das für rund 12% der deutschen Kaffeefreunde allerdings nichts Gutes. Denn genauso viele befragte regelmäßige Kaffeetrinker gaben an, dass ihnen der Kaffee im Urlaub generell nicht schmecken würde. Zuhause schmeckt der Kaffee eben immer noch am besten. Dafür spricht auch, dass die Urlaubsregion, in der deutschen Touristen der Kaffee immer noch am besten schmeckt, Deutschland selbst ist. Jeder zweite Befragte gibt an, dass ihm der Kaffee hier auch im Urlaub gut schmeckt. Da kann selbst der Espresso aus Italien, 38% der Touristen mögen den Kaffee dort, nicht mithalten. Und auch das für seine schier unzähligen Kaffeespezialitäten bekannte Österreich findet mit seinem Kaffeeangebot nur bei 16% der deutschen Touristen Anerkennung. Wer also auf seinen geliebten Kaffee nicht verzichten will, nimmt ihn am besten mit in den Urlaub. Wer in einer Ferienwohnung unterkommt, oder auf dem Campingplatz, kann dann problemlos seinen eigenen Kaffee weiter trinken. In Ferienclubs oder Hotels scheitert es wohl in den meisten Fällen an der nicht vorhandenen Kaffeemaschine.

Obwohl auch wir natürlich unseren Lieblingskaffee haben, empfehlen wir im Urlaub doch ein bisschen experimentierfreudiger zu sein. Probieren Sie einfach den Kaffee vor Ort, lernen Sie neue Kaffeespezialitäten kennen und lassen Sie sich überraschen.

Angebot des Monats: Marese Knockbox Sonderedition

Auf den ersten Blick scheint sich diese Sonderedition unserer runden Marese Knockbox von ihrer Standardversion nicht zu unterscheiden. Doch wie so oft entscheiden auch hier die Details. Mit ihren größeren Abmessungen ist diese Knockbox die ideale Wahl für Baristi, die auch schon mal ein bisschen mehr Kaffee zubereiten. Die Abschlagbox ist aus stabilen Aluminium gefertigt, mit einem Bodenschutz aus Filz ausgestattet und wird inklusive eines gummi-ummantelten Abklopfstabs geliefert. Und das alles zu einem einmaligen Preis von 9,99 Euro (solange der Vorrat reicht).

Studie empfiehlt: Kein Kaffee vor dem Einkaufen zu trinken

Nur direkt vor dem Einkaufen sollten Sie vielleicht auf den Kaffee verzichten, das legt zumindest eine Studie der University of South Florida nahe. Die Forscher postierten sich vor Haushaltswarengeschäften und Kaufhäusern in Frankreich und Spanien, und boten den Menschen einen Becher an, den diese wahlweise mit Kaffee, entkoffeinierten Kaffee und Wasser füllen konnten. Gut die Hälfte entschied sich für normalen Kaffee – und kauften mehr ein als jene, die lieber entkoffeinierten Kaffee bzw. Wasser bevorzugten. Rund 30% mehr Produkte landeten bei den Kaffeetrinkern im Einkaufswagen, die Rechnung war im Schnitt sogar um 50% höher. Dabei schienen die Kaffeetrinker nicht nur weniger auf den Preis zu achten, sondern griffen auch eher bei den nicht lebensnotwendigen Angeboten zu. Das funktionierte übrigens nicht nur im stationären Handel, sondern ähnliche Versuche mit Studenten bestätigten die Ergebnisse auch bei Online-Bestellungen. Die Forscher führen das lockerere Einkaufsverhalten auf die stimulierende Wirkung von Koffein zurück. Ob jetzt allerdings weltweit Supermarktbesitzer am Eingang Gratiskaffee ausschenken sollten – wir würden hier noch weitere Studien abwarten oder zumindest genau nachrechnen, ob sich das wirklich lohnt.

Startup erfindet essbare Kaffeebecher

Die von den amerikanischen Forschern ausgegebenen Kaffeebecher waren wahrscheinlich aus Pappe oder einem anderen handelsüblichen Material. Studenten aus Münster versuchen gerade mit ihre AllCup-Idee den durch Coffee-to-go weiter anwachsenden Müllbergen Herr zu werden. Dabei ist ihre Idee eines essbaren Kaffeebechers recht simpel, der Becher besteht schlicht aus einer essbaren Waffel. Der Clou ist die innere Beschichtung des Bechers, die dafür sorgen soll, dass die Flüssigkeiten die Waffel nicht schon nach wenigen Minuten aufweichen. Die Hewation genannte Beschichtung ist dennoch essbar (und sogar vegan) und bis zu 85°C hitzebeständig. Die Idee an sich ist zwar nicht neu, aber bisher scheiterte sie vor allem daran, dass der Waffelbecher früher oder später dennoch aufweichte.

Kaffee des Monats: Marese Espresso Casa Blend

Für Coffee-to-go ist das sicher eine Alternative, aber einen echten Espresso trinkt der Kenner doch in der Espressotasse. Zubereitet in einem klassischen Siebträger und am besten noch mit den Bohnen des Marese Espresso Casa Blend – unser Kaffee des Monats.  Zusammengestellt von unserem Kaffeeröstmeister aus einer Kombination der besten Arabica- und Robusta-Kaffeebohnen aus Anbaugebieten in Asien und Südamerika. Der Espresso Casa Blend ist für eine volle Tasse mit intensiven Aroma bekannt, kommt aber ohne viel störende Säure aus. Ein typischer Italiener und ganz sicher bei jeder Tasse ein kleiner Tripp ins Land, in dem die Zitronen blühen.