Welchen Einfluss hat die Schwerelosigkeit auf Kaffee? Dem will ein US-Unternehmen im Frühjahr auf den Grund gehen.

Zu den zahlreichen Experimenten auf der Internationalen Raumstation (ISS) soll im Frühjahr ein neues hinzukommen. Im März 2020 plant das US-Unternehmen Front Range Biosiences in Zusammenarbeit mit der Universität Colorado insgesamt Zellen von 480 Kaffeepflanzen sprichwörtlich ins All zu schießen.

Die zur ISS gebrachten Zellen sollen nach einem gewissen Zeitraum wieder zurück zur Erde gebracht werden. „Dies ist eines der ersten Male, dass jemand die Auswirkungen der Mikrogravitation und der Raumfahrt auf […] Kaffeezellkulturen erforscht“, berichtete Dr. Jonathan Vaught, Mitbegründer und CEO von Front Range Biosciences. „Es gibt Wissenschaftler, die die Theorie unterstützen, dass Pflanzen im Weltraum mutieren. Dies ist eine Gelegenheit, um zu sehen, ob diese Mutationen, wenn sie einmal auf die Erde zurückgebracht wurden, Bestand haben und ob es neue kommerzielle Anwendungen dadurch entstehen.“

Ziel ist es also nicht, Kaffee künftig im Weltraum anzubauen, sondern durch eventuelle Mutationen den Kaffeeanbau auf der Erde zu optimieren. Gerade auch mit Blick auf den Klimawandel, wie Vaught erklärte, da deshalb viele Gegenden für den Kaffeeanbau nicht mehr geeignet sein werden.


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