Cannabidiol, kurz CBD, gilt als einer der Wellness- und Gesundheitstrends für 2019. Und ja, es gibt auch längst CBD-Kaffee.

In New York ist CBD-Kaffee im Augenblick eines der Trendgetränke schlechthin. Dabei könnte man sich zunächst fragen, ob Cannabidiol im Kaffee überhaupt legal sei. Der Name verrät den Ursprung, Cannabidiol – Cannabis. Bei dem Stoff handelt es sich um den Bestandteil von Marihuana, der beruhigend auf den Konsumenten wirkt. Der Verkauf dieses einzelnen Bestandteils ist allerdings unter gesetzlichen Vorgaben durchaus legal.

Allerdings könnte man sich natürlich fragen, ob die Kombination zwischen aktivierenden Koffein und beruhigenden Cannabidiol sich nicht gegenseitig neutralisiert. Angeblich nicht, im Gegenteil, die beiden Stoffe sollen sich besonders gut ergänzen, wie die Webseite InStyle berichtet. Man fühlt sich nach dem Kaffee zwar genauso wach, allerdings nicht so nervös und hippelig, wie nach zu viel Kaffeekonsum. Wenn es sich dabei übrigens um einen Morgenkaffee handelt, empfiehlt sich ein fettreiches Frühstück dazu. Zumindest hat eine Studie britischer Wissenschaftler ergeben, dass die Wirkung von CBD dadurch verstärkt wird.

Vielseitig, aber kein Wundermittel

High wird man von CBD allerdings in keinem Fall. Cannabidiol wird schon länger in der Medizin erprobt. Manche halten es gar für ein kleines Wundermittel. Der Stoff soll entzündungshemmend wirkten, bei Angststörungen Erfolge zeigen und inzwischen wird auch untersucht, inwieweit Cannabidiol im Kampf gegen Krebs hilfreich sein kann. Der Stoff findet sich auch in vielen in Deutschland rezeptpflichtigen Medikamenten. Von einem Wundermittel ist CBD allerdings noch entfernt, eine Studie der Techniker Krankenkasse stellte etwa Mitte des Jahres fest, dass obwohl immer wieder von einer positiven Wirkung bei Depressionen und Demenz zu lesen ist, es keine Studien geben würde, die dies belegen können.

Als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen

Bei einer entsprechenden Dosierung kann Cannabidiol allerdings auch als Nahrungsergänzungsmittel deklariert werden, außerdem findet es zum Beispiel in Form von Cremes auch bei Kosmetika Verwendung. Produkte mit CBD, meist in Form von Tropfen, sind inzwischen etwa auch hierzulande problemlos online und offline erwerbbar. Damit das Produkt allerdings zugelassen wird, muss die Dosierung des Cannabidiol so gering sein, um den EU-Vorgaben zu entsprechen. Ob der Stoff auch dann noch seine Wirksamkeit hat, wird von einigen Experten bezweifelt. Und egal ob man CBD als Tropfen pur kauft, als Creme, im Kaffee oder sogar auf einer Pizza, man muss dafür vergleichsweise tief in die Tasche greifen.


Schlagwörter: , ,