Obwohl er nur aus Espresso und Tonic besteht, bietet der Espresso-Tonic eine riesige Variantenzahl.

Im Espresso konzentrieren sich Geschmack und Aromen von Kaffeeröstungen in optimaler Weise. Liebhaber rund um den Erdball wissen gerade deshalb diese Kaffeespezialität zu schätzen. Anderen ist er aufgrund seiner Zubereitungsmethode aber oft auch zu intensiv im Geschmack und Aroma. Viele bezeichnen den Espresso dann, nicht ganz korrekt, als „zu stark“. Geteilter Meinung sind manche auch beim Tonicwater, klassischer Bestandteil viele Bardrinks und Cocktails. Tonicwater verursacht eine starke Adstringenz, d. h. es hinterlässt auf der Zunge oft ein pelziges Gefühl.

Aber in einem US-Kaffeeblog habe ich vor ein paar Wochen von einer schwedischen Barista-Meisterin, Anne Lunell, gelesen, die schon seit ein paar Jahren eine Kombination aus Espresso und Tonicwater im Angebot hat. Die Idee zu diesem Espresso-Tonic kam ihr angeblich an einem heißen Sommertag, beim gemeinsamen Kaffee trinken mit Freunden. Und das neue Getränk überzeugte durch Frische und Geschmack derart, dass es seinen Weg in die Speisekarte der von Lunell ein paar Monate später eröffneten Bar fand.

Beide Zutaten bieten ein großes Aromenspektrum

Das Grundrezept für einen Espresso-Tonic ist einfach. Im Prinzip muss der Barista oder Barkeeper nur einen oder zwei Espresso-Shots mit 200 ml Tonic mixen. Doch so einfach das klingt, so vielfältig können die Varianten sein. Denn sowohl Kaffee als auch Tonicwater gibt es in verschiedenen Geschmäckern. Und so liegt die Kunst oft gerade darin aus den vielfältigen Kaffeeröstungen und den etwas weniger zahlreichen Geschmacksrichtungen von Tonicwater die richtige Kombination zu finden. Dabei kann man sowohl in beiden Fällen in die gleiche Richtung gehen, etwa mit fruchtigen Kaffees, oder aber man wählt sich widersprechende, aber dann doch perfekt ergänzende Geschmacksrichtungen aus.

Tipp: Als kühler erfrischender Drink wird ein Espresso-Tonic oft mit Eis serviert. Berechnen Sie die so zusätzlich vorhandene Wassermenge bei ihrem Mix mit ein.

In fast allen Fällen kann der Barista bzw. Barkeeper übrigens eine Scheibe Zitrone als Dekoration nutzen. Die Zitrusfrische kann Zitrusaromen im Kaffee oder Tonic entweder unterstützen, oder aber einen Kontrapunkt zu fruchtigen, eher süßen Noten bieten.