Manche sehen im Black Latte bereits den ersten Kaffeetrend des Jahres 2020, andere fragen sich, warum jemand Aktivkohle trinken sollte.

Anders als manch farbenfroher Trend im letzten Jahr, kommt der Black Latte tatsächlich im Wortsinne rabenschwarz daher. Das Schwarz wird allerdings nicht durch den Kaffee selbst erzeugt, sondern durch die Hinzugabe von Aktivkohle.

Aktivkohle ist ein Adsorptionsmittel aus porösen Kohlenstoff, wegen ihre absorbierenden Wirkung wird sie zum Beispiel in vielen Wasserfiltern eingesetzt. Lange verwendet man sie allerdings auch schon im medizinischen Zusammenhängen, etwa um Giftstoffe aus dem Magen-Darm-Track auszufiltern.

Und dann wäre natürlich noch das Stichwort Detox. Es befindet sich in speziellen Zahnpasten, die die Zähne aufhellen sollen oder in Masken gegen Hautunreinheiten. Die Aktivkohle soll auch hier entschlacken und entgiften, weshalb sie schon länger auch in Form von Getränken existiert.

Der sogenannte Black Latte verbindet jetzt Detox mit dem klassischen Kaffee. Etwa ein Teelöffel findet sich in den meisten Black Latte-Varianten. Das klingt nach wenig, doch beim Genuss ist Vorsicht geboten. Aktivkohle entschlackt zwar tatsächlich, unterscheidet dabei allerdings nicht zwischen positiven und negativen Stoffen. Auf diese Weise gehen dem Körper auch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe verloren. Wer sich also regelmäßig einen Black Latte gönnen möchte, sollte vorher mit seinem Arzt Rücksprache halten.


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