Immer mehr Menschen rösten Ihren Kaffee selbst, diese fünf Fehler sollten sie dabei unbedingt vermeiden.

Noch ist es auch unter Kaffeeliebhabern eine kleine Bewegung. Aber es werden immer mehr Menschen, die ihren eigenen Kaffee rösten, statt auf Röstungen aus dem Supermarkt oder von Kaffeeröstereien zurückzugreifen. Dank kompakter Kaffeerösttrommeln für entsprechend kleine Chargen muss auch niemand mehr seine eigene Rösterei im Keller aufbauen. Außerdem sind die Geräte inzwischen auch für Privathaushalte mehr als erschwinglich geworden.

Das Kaffeerösten an sich ist eine Art Kunst, oder besser ausgedrückt, ein erlernbares Kunsthandwerk. Aber auch dabei kann man den ein oder anderen Fehler begehen, fünf vermeidbare Fehler haben wir für Sie zusammengefasst:

Fehler Nr. 1: Keine Dokumentation

Kaffeenotizen
Die einzelnen Vorgänge beim Kaffeerösten sollten umfangreich dokumentiert werden.

Wer sich dazu entscheidet seine Kaffeebohnen selbst zu rösten, wird nicht gleich beim ersten Versuch das ideale Ergebnis erreichen. Und selbst wenn, besteht immer das Risiko dieses Top-Ergebnis nicht reproduzieren zu können. Nur wer Temperaturen, übrigens nicht nur während des Röstvorgangs, Bohnenmischungen, Röstzeiträume usw. dokumentiert, wird daraus Schlüsse für Verbesserungen ziehen können bzw. hat die Möglichkeit Röstergebnisse möglichst exakt zu wiederholen.

Fehler Nr. 2: Die Rösttrommel wurde nicht vorgeheizt

Wer beim Kaffeerösten immer das gleiche gute Ergebnis erreichen möchte, der muss auch für die gleichen Bedingungen sorgen. Eine oft vergessene Voraussetzung ist dabei die Temperatur der Kaffeerösttrommel, weil man zu schnell davon ausgeht, sie würde an den entsprechenden Stellen während des eigentlichen Röstvorgangs ohnehin heiß werden. Das ist so auch nicht falsch, allerdings tut die Trommel es über die gesamte Fläche verteilt unregelmäßig. Auf diese Weise können sich unterschiedliche Temperaturen selbst im Zimmer, in dem die Röstung stattfindet, am Ende auch auf das Ergebnis auswirken.  

Fehler Nr. 3: Fehlendes Verständnis für den Rohkaffee

Rohkaffee
Das Kaffeewissen sollte bereits bei Rohkaffee vorhanden sein.

Sicher, der Röstvorgang wirkt sich maßgeblich auf Geschmack und Aromen des Kaffees aus, aber es ist eben noch wichtiger auch den Rohkaffee zu kennen, der hier geröstet wird. Das Endprodukt Kaffee besteht in der Regel aus zusammengestellten Kaffeemischungen. So soll jeweils das am besten harmonierende Röstprofil aus Kaffeesorten, Höhenlagen, Verarbeitung und anderen Faktoren zusammengestellt werden. Jeder gute Kaffeeröster ist auch ein Kaffeeexperte was Qualität, Geschmack und Aromen des zugrundeliegenden Rohkaffees angeht. Dieses Wissen sollte sich fortsetzen bis zum Verhalten beim eigentlichen Röstvorgang, schließlich müssen manche Kaffeebohnen länger geröstet werden, als es für andere Kaffeebohnen gut wäre.

Fehler Nr. 4: Den frischgerösteten Kaffee sofort trinken

Siebträgermaschine
Auch wenn er dazu verführt sofort getrunken zu werden, frisch gerösteter Kaffee sollte ruhen.

Es ist nachvollziehbar das Ergebnis einer frischen Röstung gleich genießen zu wollen, schließlich spricht man bei Kaffee nicht ganz zu Unrecht auch vom Frischefaktor. Experten empfehlen allerdings dennoch eine gewisse Zeit zu warten, denn ehe der Kaffee tatsächlich trinkfertig ist, sollte er noch CO2 abgeben. Der frischgeröstete Kaffee muss also erst noch einen gewissen Zeitraum ruhen. Und auch diesen Zeitraum zu benennen ist eine kleine Kunst. Wie lange der Kaffee liegen bleiben sollte hängt von der Mischung ab, den Kaffeesorten, der Röstdauer und noch einigen anderen Faktoren. Generell sprechen wir hier aber eher von Tagen, und nicht nur von Stunden.

Fehler Nr. 5: Der Kaffeeröster wird nicht sorgfältig gereinigt

Wer seinen Kaffeeröster nicht von den Resten der letzten Röstung reinigt, wird dies bei der neuen Röstung bereuen. Denn die Reste verfälschen nicht nur das Geschmacksprofil, sie werden es höchst wahrscheinlich auch verschlechtern. Die bereits einmal gerösteten Reste bringen einen Geschmack nach verbrannten Kaffeebohnen in das Endergebnis. Im schlimmsten Fall machen sie die fertige Kaffeemischung damit ungenießbar. Übrigens, Reste wie Kaffeestreu können sogar relativ leicht entflammbar sein, stellen also sogar ein Sicherheitsrisiko dar.